Wälder und Parks in Buer sollten nicht betreten werden

Wälder, Parks, Spielplätze und Friedhöfe wurden gestern vorübergehend gesperrt.
Wälder, Parks, Spielplätze und Friedhöfe wurden gestern vorübergehend gesperrt.
Foto: WAZ FotoPool
Stadt verhängt ein Verbot. Weitere Bäume könnten kippen und Äste abstürzen. Wie hoch der Schaden genau ist, das konnte Revierförster Matthias Klar gestern noch nicht erahnen. Wir werden ein paar Tage brauchen, um einen konkreten Überblick zu bekommen.

Matthias Klar, der Revierförster des RVR, kam sich gestern morgen sicher einsamer als auf der abgelegensten Hallig im Wattenmeer vor. Der Sturm hatte die Strom- und Telefonleitungen an seinem Forsthaus im Emscherbruch gekappt.

„Die Zufahrt musste von Kollegen zunächst von Bäumen, Ästen und Blättern befreit werden“, berichtet Klar. Durch den Emscherbruch sei eine Windhose gerast, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen habe. Wie hoch der Schaden genau ist, das konnte Klar gestern noch nicht erahnen. Wir werden ein paar Tage brauchen, um einen konkreten Überblick zu bekommen.

Graf kam nicht in die Baut

Bis dahin rät Klar allen Naturliebhabern – übrigens im Schulterschluss mit Stadt und Carlo Graf von Westerholt – Wälder, Stadtparks, Spielplätzen und Friedhöfe nicht zu betreten. Der Zutritt ist bis auf Weiteres gesperrt. „Von Ästen, die herunter fallen können, oder schräg stehenden Bäumen, die auch in den nächsten Tagen umkippen können, geht eine hohe Verletzungsgefahr aus“, erläutert Matthias Klar.

Den genauen Schaden für die Baut kann Carlo Graf von Westerholt ebenfalls noch nicht beziffern. „Wir haben uns gestern morgen 100 Meter mühsam vorgearbeitet und kommen nicht rein“, sagt der Graf. Heute soll eine Spezialfirma anrücken.

„Lebensmüder Jogger“

Was der Graf nicht schaffte, hat ein eher „lebensmüder Jogger“ vollbracht: Fröhlich pfeifend sei er dem Besitzer entgegen getrottet und habe verkündet: „Da liegen hunderte Bäume rum“, erzählt der Graf. Auch er bittet darum: Die Baut in den nächsten Tagen nicht zu betreten. „Das kann lebensgefährlich sein“.

 
 

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