Vom Broadway über Brasilien nach Bergmannsglück

Die Paveier machen bei der dritten Kulturnacht mit.
Die Paveier machen bei der dritten Kulturnacht mit.
Foto: Manfred Esser

Gelsenkirchen-Hassel..  Schwarz trifft Weiß, Kultur kommt mit sozialem Engagement zusammen, Rheinland entdeckt Westfalen: Gegensätze bestimmen auch die dritte Kulturnacht, für die am Freitag, 30. August, wieder eine Freiluftbühne in Hassel aufgebaut wird. Musik, Tanz, Kunst und Videoperformance schlagen eine Verbindung vom Broadway über Brasilien nach Bergmannsglück, ein Abstecher nach Köln inklusive.

Die Liste der Mitwirkenden ist lang und bunt: Tarik Winston, Steptänzer aus New York und Choreograph bei River Dance, arbeitet mit den Breakdancern Daniel Otta und Thomas Auth zusammen; Warren Richardson, zwölf Jahre mit dem Stomp-Ensemble unterwegs, macht zusammen mit den Drummern Tim Cleve und Jan Müller Musik auf allem, was kein Instrument ist; Danilo Cardoso, ausgebildeter Folkwang-Schüler, setzt die Bürgerunruhen in seiner brasilianischen Heimat mit den Mitteln des Tanzes um.

Besonders stolz sind die Kulturnacht-Initiatorinnen Monika und Kira Schmidt darauf, dass sie die „Paveier“ verpflichten konnten. Die Combo steht eigentlich für karnevalistischen Frohsinn und wird gern in einem Atemzug genannt mit den Bläck Föös oder den Höhnern. Die Mundart-Musiker haben aber auch eine andere Seite. Monika Schmidt: „So wie wir mit dem Bergmannsglücker Bildungsprojekt benachteiligten Kindern eine Chance geben wollen, engagieren sich die Paveier für Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft stehen.“ So ist „Kurve kriegen“ nicht nur das Motto eines NRW-Projektes, sondern auch der Titel eines Paveier-Liedes, das beim Auftritt auf Bergmannsglück nicht fehlen darf. Zu den weiteren Mitwirkenden der dritten Kulturnacht zählen die Schalthaus-Band, Oliver Morschel und Inga Krischke (Gesang) sowie Carlos Sampaio (Videokunst). Den Gegensatz der „Nicht-Farben“ Schwarz und Weiß greift die Künstlerin Monika Schmidt mit eigenen Arbeiten auf, um sie in der begleitenden Ausstellung als „vollkommene Farben“ zu präsentieren.

Wie immer ist die Kulturnacht „umsonst und draußen“. Wegen der begrenzten Platzkapazitäten an der Bergmannsglückstraße 42 ist der Zutritt nicht uneingeschränkt möglich; Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Parkplätze stehen auf dem Bergmannsglück-Gelände und bei Vivawest zur Verfügung.

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