Viele Hindernisse für schwache Verkehrsteilnehmer

Fußbreite Bürgersteige sind keine planerische Glanzleistung, auch wenn wegen der Eigentumsverhältnisse keine andere Planung möglich war. Gerade dann hätte eine andere Lösung gefunden werden müssen. Die Hoffnung auf gegenseitige Rücksichtnahme stirbt zuletzt. wola1

Wenn der Weg als baulich getrennter Radweg benutzungspflichtig beschildert ist, so muss man ihn ungehindert befahren dürfen und Fußgänger, die ihn betreten, können zur Kasse gebeten werden und haften voll, wenn sie einen Radfahrer zu Fall bringen. Wenn zu wenig Platz ist, dann müssen die blauen Schilder runter und „Gehweg-für Radfahrer frei“ beschildert werden. Man darf dann entweder langsam und rücksichtsvoll auf dem freigegebenen Gehweg fahren oder zügig auf der Fahrbahn. Wenn man - mit blauem Radwegschild - hinderliche Fußgänger oder andere Hindernisse auf dem baulich angelegten Radweg sieht, so darf man unabhängig von der Beschilderung auf der Fahrbahn fahren, und zwar bis zur nächsten regulären Möglichkeit zum Wiederauffahren auf den Radweg. schorek

Da sieht man mal wieder, dass Radwege nicht für Radfahrer gebaut werden... joker

Die Ausführung verstößt gegen diverse Vorgaben der StVO. Außerdem sind die „Empfehlungen für Fußgängeranlagen - EFA 2002“ und „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen - ERA 2010“ nicht annähernd erfüllt. Und genau diese müssen beachtet werden, wenn Bundes- und Landesmittel für die Baumaßnahme eingesetzt werden. Es ist mit erheblichen Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern zu rechnen. Sie müssen davon ausgehen können, dass sie sich auf den für sie vorgesehenen Verkehrsflächen sicher, flott und ungehindert bewegen können. Die anderen drei Ecken der Kreuzung sehen ähnlich schlecht ausgeführt aus. Bei einer so stark frequentierten Straße ist die Planung sicher sehr schwierig, aber muss da so etwas herauskommen? Warum werden Straßen für Autos so gestaltet, dass der motorisierte Verkehr sicher fließen kann und warum legt man den „schwächeren“ Verkehrsteilnehmern so viele Hindernisse in den Weg? Ulrich Krauß