Verkehrsverbund will S 9 nach Recklinghausen fortführen

Einmal in der Stunde nach Haltern, einmal in der Stunde nach Essen: Mehr hat der Haltepunkt Buer Nord nicht zu bieten. Das soll sich in Zukunft vielleicht ändern.
Einmal in der Stunde nach Haltern, einmal in der Stunde nach Essen: Mehr hat der Haltepunkt Buer Nord nicht zu bieten. Das soll sich in Zukunft vielleicht ändern.
Foto: WAZ FotoPool
Einmal in der Stunde nach Haltern, einmal in der Stunde nach Essen: Mehr hat der Bahn-Haltepunkt Buer Nord nicht zu bieten. Das soll sich in Zukunft vielleicht ändern. Der Verkehrsverbund plant, die Strecke über Westerholt und Herten nach Recklinghausen Hbf zu reaktivieren.

Gelsenkirchen-Buer..  Nach dem Aus für den Personenverkehr auf der Bahnstrecke von Buer-Nord über Westerholt und Herten nach Recklinghausen Anfang der 1980er Jahre steht dieser Abschnitt der Hamm-Osterfelder Bahn offenbar vor einer Reaktivierung: Pläne des Verkehrsverbundes sehen einen zweiten Linienast für die S-Bahnlinie 9 ab Buer-Nord vor, die ab 2019 wie bisher einmal in der Stunde in Richtung Haltern und zusätzlich einmal in der Stunde nach Recklinghausen Hbf verkehren könnte.

„Für Buer und das nördliche Ruhrgebiet wäre damit eine Angebotsverbesserung verbunden“, ist Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn überzeugt: Von der Königswiese bekäme der Stadtnorden zweimal in der Stunde eine umsteigefreie Verbindung Richtung Essen und die Nachbarstadt Herten mit zwei Haltepunkten wieder einen Anschluss an den Schienenverkehr.

Die politischen Beratungen über den Nahverkehrsplan des VRR müssen in den nächsten Jahren nun zeigen, ob für diese Pläne auch ausreichend finanzielle Mittel bereit gestellt werden. Sie sind einerseits für zusätzliche bauliche Investitionen, andererseits aber auch für den Betriebsablauf notwendig. Lothar Ebbers: „In Buer müssten zwei zusätzliche Außenbahnsteige gebaut werden.“ Denn der jetzige Haltepunkt liegt ja bereits am Abzweig in Richtung Haltern. Außenbahnsteige und Zugänge müssten auch in Westerholt und Herten errichtet werden.

Dichterer S-Bahn-Takt nötig

„Fraglich ist aber, ob dauerhaft ausreichend Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden“, sagt Lothar Ebbers. Voraussetzung für eine Reaktivierung der Strecke und für das zusätzliche Angebot Richtung Essen wäre eine grundlegende Änderung des S-Bahn-Taktes im Revier. Bislang verkehren die S-Bahnen im Zentrum des Ruhrgebietes in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten, in den Abendstunden und an Wochenenden alle 30 Minuten. In Zukunft müsste diese Taktfolge auf alle 15 Minuten bzw. alle 30 Minuten verdichtet und der damit verbundene zusätzliche Zugverkehr auch finanziert werden. Dafür stehen vom Bund die sogenannten Regionalisierungsmittel zur Verfügung, über deren Verteilung noch verhandelt werden muss.

 
 

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