Uhlenbrock- und Schlossparkschule droht das Aus

2011 feierte die Uhlenbrockschule die Umgestaltung des Schulhofs an der Polsumer Straße.
2011 feierte die Uhlenbrockschule die Umgestaltung des Schulhofs an der Polsumer Straße.
Foto: WAZ FotoPool
Sie sind gezählt, die Tage von Horster Schlosspark- und Hasseler Uhlenbrockschule: Die Stadt will die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung im Sommer auflösen. Hintergrund: rückläufige Anmeldezahlen.

Gelsenkirchen-Hassel/Horst..  Sie sind gezählt, die Tage von Horster Schlosspark- und Hasseler Uhlenbrockschule: Die Stadt will die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung im Sommer auflösen, weil sie dann nicht mehr die nötige neue Mindestschülerzahl erreichen. Nach der Zusammenlegung mit der Malteser- bzw. Antoniusschule im Stadtsüden sollen die Horster und Hasseler Einrichtungen als Teilstandorte geführt werden. Ab Sommer 2017 würde es dann keine Förderschule mehr mit dem Schwerpunkt Lernen nördlich des Kanals geben. Und genau dagegen laufen betroffene Eltern und die CDU Sturm.

Konkret plant der Schulträger das Aus für die Schlossparkschule an der Turfstraße zum August 2016 und für die Uhlenbrockschule an der Polsumer Straße zum August 2017. „Wir wollen den Prozess des Aulaufens lieber jetzt steuern, als in einigen Jahren eine gleichzeitige Schließung aller Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen hinnehmen zu müssen. Denn die Mehrheit der Eltern von entsprechenden Förderschülern entscheidet sich angesichts der nun geltenden Wahlfreiheit für eine Regelschule“, begründete Schuldezernent Dr. Manfred Beck die Stadt-Pläne auf WAZ-Anfrage.

CDU: Hasseler Teilstandort erhalten

Dass die Kinder etwa von der Uhlenbrock- zur Schalker Antoniusschule künftig weite Anfahrtswege zu bewältigen haben, so die Kritik der Schulkonferenz der Uhlenbrockschule – mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa 40 bis 60 Minuten –, hält Dezernent Beck für „zumutbar“ und das Schulamt für „pädagogisch vertretbar“. Beck: „Es handelt sich doch mindestens um Fünftklässler.“

Überdies stehe es den Eltern frei, ihre Kinder in der näheren Sekundarschule Hassel, an der Förderschule Bergmannsglückstraße oder am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Buer anzumelden, das seit Sommer 2014 Förderschüler aufnimmt. So könnten sie die Anfahrtswege reduzieren. Zudem solle das im Stadtnorden fehlende Förderschulangebot mit dem Schwerpunkt Lernen durch ein verstärktes Angebot an Gemeinsamem Lernen sowohl in der Primarstufe als auch in der Sekundarstufe I kompensiert werden.

CDU: Teilstandort Hassel erhalten

Derweil mahnt die Schulkonferenz der Uhlenbrockschule eine schriftliche Vereinbarung mit Schulträger, -aufsicht und Antoniusschule an, um für die Zeit als Teilstandort organisatorische Details zu regeln wie Raumnutzung von Schwimm-, Sporthalle und Sportplatz, OGS oder Vertretungsunterricht in Hassel. Die CDU-Ratsfraktion befürwortet in einer Pressemitteilung genau diesen Aktionsplan, spricht sich aber grundsätzlich dafür aus, die Uhlenbrockschule unbefristet als Teilstandort der Antoniusschule zu erhalten. Das letzte Wort hat der Rat – er entscheidet in der Märzsitzung.

Was die freigezogenen Gebäude angeht, hat die Stadt bereits konkrete Pläne: Die unter akuter Raumnot leidende Gesamtschule Horst soll die komplette Schlossparkschule mitnutzen, die Hasseler Velsenschule von ihrem maroden Gebäude 2017/18 in die Uhlenbrockschule umziehen.

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