Stadtteilzentrum lädt Jung und Alt zum Mitmachen ein

Kian (7), Karl Rosenwald, Danny (9) und Felix (6, von links) basteln im Kinderlabor. Aus Wellpappe fertigten sie einen Lastwagen an.
Kian (7), Karl Rosenwald, Danny (9) und Felix (6, von links) basteln im Kinderlabor. Aus Wellpappe fertigten sie einen Lastwagen an.
Foto: Michael Korte
Beim Workshoptag im Bonni gab es wieder viele Angebote für Teilnehmer jeden Alters. Vom Tanzkurs über das Fotografieren bis zum Basteln.

Gelsenkirchen-Hassel..  „Das ist wie bei Max und Moritz: Rickeracke, Rickeracke, geht die Säge mit Geknacke“, erklärt Karl Rosenwald. Sicher, im Originalvers wird eine Mühle tätig, die die Lausebuben das Leben kostet. Im „Kinderlabor“ beim Workshoptag im Stadtteilzentrum geht es anders zu. Da sägen kleine Leute Großartiges aus Wellpappe, da entstehen ganze Fahrzeuge und Instrumente aus dem alltäglichen und unscheinbaren Werkstoff.

Zum Eingewöhnen basteln alle ein neues geometrisches Objekt, das an einen Propeller erinnert und sich, angepustet, sogar fortbewegen kann. Dann dürfen sich die Kinder ausleben. „Ich mache eine Gitarre mit Box dazu. Aber das ist ganz schön schwierig“, erzählt der siebenjährige Kian. „Ich habe die ausprobiert. Die macht richtig Töne. Und zu Hause spiele ich dann darauf.“

Felix baut eine Ritterburg für seine Piraten

Auch die siebenjährige Elisa hat sich für das Instrument entscheiden. Aus gutem Grunde: „Ich habe schon eine echte Gitarre. Aber meine kleine Schwester will auch eine haben. Jetzt bastele ich eine für sie und dann spielen wir gemeinsam.“ Felix hingegen hat eben seinen Entwurf für eine Ritterburg fertig gestellt. „Die ist für meine Piraten zu Hause“, erklärt der Sechsjährige, „das habe ich mir selbst ausgedacht.“

Etwas ältere Menschen haben sich in einem Saal eingefunden. Zu leichter Musik tanzen sie im Kreis – funktioniert das schon ganz prima. „Es sind Leute dabei, die schon mal mitgemacht haben und ganz neue“, erzählt Lehrer Wolfgang Kuhn. „Das Tolle ist, dass die Anfänger von der Gruppe mitgenommen werden, dass sie in der Gruppe lernen.“ Und zwar Kreistänze aus allen Kulturkreisen.

Alle sind so nett und so sympathisch

„Bei mir klappt das ganz gut“, meint Gerda Mrzygod. „Die Mischung aus Kondition und Koordination, das gefällt mir gut. Tänzerisch begabt müsste man gar nicht sein.“ Und doch ist es die Hasselerin, sie liebt das Tanzen. „Schön ist auch, dass hier alle so nett und sympathisch sind.“ Im anderen Saal des Bonnis heißt es provokativ „Selfie-Time ist vorbei“.

Dort lernen junge Mädchen von Fotografin Anika Schütte, wie man andere bestmöglich im Bild festhält. „Die Mädchen lernen, wie man fotografiert, andere gut in Szene setzt.“ Und das mit einer „richtigen“ Kamera. „Die Handys heute sind aber so gut, das kann man darauf übertragen“, meint die Lehrerin. Die 13-jährige Melissa hat sie schon begeistert. Sie war die erste, die sich an der großen Kamera ausprobieren durfte: „Die Fotos sehen voll schön aus“, findet sie. „Ganz anders, als wenn man mit dem Handy fotografiert.“

 
 

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