Stadt will Ersatz für Treppe schaffen

Der Zaun am Bahnhof Buer-Süd muss weg: Dafür setzen sich (v.li.) Stadtbaurat Martin Harter, Sascha Kurth (CDU) und Axel Barton (SPD) ein.
Der Zaun am Bahnhof Buer-Süd muss weg: Dafür setzen sich (v.li.) Stadtbaurat Martin Harter, Sascha Kurth (CDU) und Axel Barton (SPD) ein.
Das Bundeseisenbahnvermögen hatte rückwärtigen Zugang zum Bahnhof Buer-Süd nach Klagen über den maroden Zustand mit Sperrgittern versehen. Die Stadt will für Abhilfe sorgen.

Gelsenkirchen-Beckhausen. Der Bahnhaltepunkt Buer-Süd bekommt seine im vergangenen Frühjahr überraschend still gelegte Treppenanlage wieder zurück. Davon geht Stadtbaurat Martin Harter nach einem Schriftverkehr und Gesprächen mit dem Bundeseisenbahnvermögen aus. Die Behörde mit Sitz in Bonn hatte die dauerhafte Sperrung veranlasst, nachdem die WAZ über Beschwerden von Anwohnern berichtet hatte. Sie hatten den maroden Zustand der Stufen beklagt. Die Treppe führt vom Ende der Querstraße die Böschung hinunter und ermöglicht auf kurzem Weg den Zugang nicht nur zum Bahnsteig, sondern auch zur Horster Straße.

Wie Harter im Beisein von Axel Barton (SPD) und Sascha Kurth (CDU), den politischen Vertretern aus Gelsenkirchen im Verkehrsverbund, erläuterte, erklärt sich die Stadt bereit, aus eigener Initiative die Treppenanlage zu sanieren. „Das ist über unsere Bordmittel möglich“, so Martin Harter.

Er schätzt die Kosten für den Bau einer neuen Treppe auf rund 10 000 Euro. Dieses Vorgehen sei bislang nur in Telefongesprächen abgestimmt worden. „Jetzt muss noch ein Gestattungsvertrag abgeschlossen werden“, beschreibt der Stadtbaurat das weitere Vorgehen. Darin müsse festgeschrieben werden, wer in Zukunft dauerhaft für die Treppenanlage zuständig ist, wer die Verkehrssicherungspflicht und die Unterhaltungspflicht übernimmt. Harter: „Dazu wären wir in der Lage.“ Wenn die Schriftform für diese Absprachen gefunden worden sei, könne mit den Bauarbeiten begonnen werden. Harter geht davon aus, dass das noch in diesem Jahr passieren könnte.

Weniger als sieben Jahre

Aus diesem Grund kommentiert Sascha Kurth diesen Zeitplan so: „Dann sind wir in Gelsenkirchen schneller als in Gladbeck.“ Damit spielt er auf den Zeitraum an, den es brauchte, um die behindertengerechte Rampe zum Haltepunkt Zweckel zu bauen. Auch dort war die Stadt in Vorleistung gegangen, um einer seit langem von der Bürgerschaft vorgetragenen Forderung entgegen zu kommen (die WAZ berichtete).

Unterschiedliche Zuständigkeiten

Dass die Stadt Gelsenkirchen einspringen könnte, um am Haltepunkt Buer-Süd für einen niveaugleichen Übergang zwischen Bahnsteig und Zug zu sorgen, hält Harter für ausgeschlossen. „Das würde nicht der Aufgabenteilung entsprechen“, verweist er auf unterschiedliche Zuständigkeiten. In der Verantwortung der Stadt lägen die Haltestellen der Busse und der Straßenbahnen, um Bahnsteige des Schienenverkehrs hätten sich Verkehrsverbund und Bahn AG zu kümmern. Zwar ist der Bahnsteig von der Horster Straße aus ebenerdig zu erreichen, doch zwischen der Bahnsteigkante und dem Zustieg klafft immer noch eine Lücke, die nur schwer zu meistern ist, wenn man mit Kinderwagen, Fahrrad oder Rollstuhl unterwegs ist. Axel Barton: „Welche Bahnhöfe im Bereich des VRR ausgebaut werden, ist abhängig von der Zahl der Reisenden.“ Und da können andere Haltepunkte bessere Werte aufweisen. Nach einer Zählung des DB-Unternehmens Station und Service wird der Haltepunkt Buer-Süd täglich von 140 Ein- und Aussteigern benutzt.

 
 

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