Schutzstreifen soll mehr Freiraum für Radfahrer bieten

Jürgen Schlöhlein (Polizei), Jörg Konietzka, Michael von der Mühlen und Chantal Ojstersek (Stadt) informieren Birgit Reisig (Mitte) von der nahe gelegenen Gesamtschule Buer Mitte über die neuen Pläne.Foto:Kleine-Büning
Jürgen Schlöhlein (Polizei), Jörg Konietzka, Michael von der Mühlen und Chantal Ojstersek (Stadt) informieren Birgit Reisig (Mitte) von der nahe gelegenen Gesamtschule Buer Mitte über die neuen Pläne.Foto:Kleine-Büning
Foto: WAZ FotoPool
Eine fahrradfreundliche Stadt möchte auch Gelsenkirchen sein. Doch es gibt noch nicht genügend ausgebaute Radwege, um ungefährlich durch Buer zu kommen. Mit einem Schutzstreifen soll sich das nun ändern. Er bietet mehr Freiraum für Radfahrer, doch Pkw-Fahrer müssen aufmerksamer unterwegs sein.

Gelsenkirchen-Buer.  Gelsenkirchen möchte eine fahrradfreundliche Stadt sein. Doch für viele Fahrradfahrer ist der Weg durch die City nicht nur gefährlich, sondern auch nervenaufreibend. Es gibt noch nicht genügend ausgebaute Radwege. Das soll sich jetzt ändern. Ein Schutzstreifen soll auf der Bredde-, Hölscher- und Cranger Straße für einen Fahrbereich ausschließlich für Radfahrer sorgen und damit den Straßenverkehr sicherer machen.

„Wir haben uns vorgenommen, zuerst die Knotenpunkte in der City fahrradfreundlich zu machen. Und da muss besonders diese Kreuzung umgestaltet werden“, so Stadtdirektor Michael von der Mühlen. Im Prinzip wird sich für die Fahrradfahrer kaum etwas ändern. Bei den Autofahrern hingegen wird mehr Aufmerksamkeit verlangt. Durch die Einrichtung von Schutzstreifen sollen die Fahrradfahrer mehr in den Blickpunkt gerückt werden, z.B. durch vorgezogene Haltespuren an den Ampeln, um nicht im toten Winkel zu stehen.

Konkret geht es in der Planung um neue Fahrbahnmarkierungen, die sowohl Auto- als auch Fahrradfahrern einen eigenen Bereich zwischen Horster- und Vom-Stein-Straße zuteilen.

„Kommen Sie nun von der Hölscherstraße und möchten links auf die Vom-Stein-Straße abbiegen, müssen Sie am äußerem Fahrbahnrand stehen bleiben, schauen und dann die Fahrbahn zum Schutzstreifen auf die linke Spur wechseln“, beschreibt Jörg Konietzka vom Referat Verkehr die neue Verkehrsführung. Der Unterschied zu der jetzigen Aufteilung sei, die rot gekennzeichnete Fahrbahn, an die sich Fahrrad- und Autofahrer problemlos halten könnten, ohne Unfälle zu riskieren. Für die Zukunft sei zusätzlich noch eine fahrradfahrerfreundliche Ampelregelung geplant. Die Planungen zum Konzept verfassten die Stadt laut eigener Aussage gemeinsam mit ADFC und Polizei.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag. Vier Wochen Bauzeit sind eingeplant, um Markierungen aufzutragen und die Fahrbahnflächen zu erneuern. Eine weitere Änderung wird es durch den 1,50 Meter breiten Streifen auf der Hölscherstraße geben. Die Mittelinsel wird versetzt und auch der Fahrleitungsmast wird entfernt. Für die Bauarbeiten wird die Hölscherstraße von der Horster Straße zur Vom-Stein-Straße zur Einbahnstraße. Kosten: Rund 100 000 €.

 
 

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