Rock am Dom in Buer – die Zweite

Je später der Nachmittag, desto mehr füllte sich die Domplatte in Buer: Die Hauptakteure „Boat People“ und „The Shevettes“ wollten viele sehen.
Je später der Nachmittag, desto mehr füllte sich die Domplatte in Buer: Die Hauptakteure „Boat People“ und „The Shevettes“ wollten viele sehen.
Foto: WAZFotoPool
Sechs Stunden Live-Musik auf dem St.-Urbanus-Kirchplatz, dazu Neuerungen wie Imbiss- und Getränkestände: Das leicht überarbeitete Konzept von „Rock am Dom“ ging mehr als auf. Wieder kamen mehrere Hundert Musikfans. Der Funke sprang über.

Gelsenkirchen-Buer..  „Jetzt heißt es, Segel setzen für die nächste Band, der wir es zu verdanken haben, dass es diese Veranstaltung gibt“, moderiert Claudia Keuchel vom Kulturamt der Stadt. Es ist kurz nach 19 Uhr. Die „Boat People“ betreten die Bühne des Musikfestivals „Rock am Dom“. Sie spielen „Mercy“ von „Duffy“ und zeigen, wie außergewöhnlich und eigenständig sie Titel covern, wie sie ihnen einen eigenen Charakter verleihen.

Zum zweiten Mal findet das Spektakel auf dem St.-Urbanus-Kirchplatz statt, zu welchem die heimische Band die Idee hatte. „Wir waren einfach der Meinung, auf der Domplatte muss noch mehr passieren. Und wir wollen jungen Bands aus der Stadt die Gelegenheit geben, auf großer Bühne und unter professionellen Bedingungen zu spielen“, erklärt Marty West, Bassist der „Boat People“.

Eröffnung durch junge Bands

In diesem Jahr lud man wieder „Musa“ dazu, eine MPG-Schülerband, und „Falling Calls“ aus dem Kreise des C@fe-42. Auch „Hungry Wolves“, ebenfalls eine Formation aus dem Stadtnorden, standen auf der Bühne, spielten am späten Nachmittag sphärischen Akustik-Rock. „2nd Skin“, deren Mitglieder aus Buer und Resse kommen, waren ebenfalls dabei, rundeten am frühen Abend das facettenreiche Programm ab. „Zum zweiten Mal sind wir auch selbst wieder auf der Bühne mit dabei“, so West, der sich freut über den guten Zulauf und das gute Wetter.

„With or without you“ spielen die „Boat People“. Wieder so eine besondere Version des U2-Hits. Die wachsende Zahl der Gäste auf der Domplatte singt und tanzt. Die paar Regentropfen, die gerade kurz fielen, sind vergessen. Auch an den Bewirtungsständen läuft es gut, bilden sich Schlangen. Die Stände sind eine der Neuerung beim Festival. „Wir konnten im letzten Jahr nicht wissen, wie viele Leute kommen würden, deswegen haben wir bei der ersten Ausgabe darauf verzichtet“, so Sarah Höhle, Koordinatorin beim offiziellen Veranstalter, dem „Kreativzentrum Vest“.

Neu: Bewirtungsstände

Auch die öffentlichen Toiletten neben der Apotheke seien, anders als im vergangenen Jahr, nun besser ausgeschildert. Das „Kreativzentrum“ ist eigentlich in Herten beheimatet, bietet vor Ort eigene Kulturangebote an und richtet auch für Auftraggeber Veranstaltungen aus. Gemäß den Vorstellungen der „Boat People“ und in Kooperation mit dem Referat Kultur setzen die Hertener das Festival zum zweiten Mal um.

„The Shevettes“ betreten die Bühne. Die vier Damen aus Berlin spielen „So lonely“ von „The Police“. Auch sie überzeugen mit ganz eigenem Charakter. Und sie sind die zweite Frauenband aus Berlin, die bei „Rock am Dom“ auf der Bühne steht. „Irgendwie haben wir einen besonderen Draht zu Berliner Frauenbands“, lacht Marty West.

„Der Kontakt kam darüber, dass wir in Berlin mehrere Auftritte hatten. Da hat sich eine Bandfreundschaft entwickelt.“ Von der profitieren jetzt die Bueraner. Die lassen sich begeistern von „Save tonight“ von Eagle Eye Cherry. Eine tolle Akustikversion des Super-Hits. Und doch, das Highlight steht noch aus.

Finale vereint alle Akteure

Am Ende nämlich stehen alle Bands des Abends noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Zusammen covern sie große Hits der Musikgeschichte wie „Hey Jude“ und „Purple rain“. Gegen 22 Uhr dann ist die zweite Ausgabe von „Rock am Dom“ beendet. Und die Vorfreude auf die nächste Ausgabe ist schon da.

 
 

EURE FAVORITEN