Rasselbande bietet mehr Zeit für Nachwuchs und Beruf

Rasselbande eins, zwei drei, auch die Kleinsten sind dabei:
Rasselbande eins, zwei drei, auch die Kleinsten sind dabei:
Foto: Michael Korte
Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist in Gelsenkirchen ein kleines bisschen leichter geworden: Seit Mai gibt es das Kinderhaus Rasselbande, das jetzt auch offiziell eröffnet wurde.

Gelsenkirchen-Erle.  . Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist in Gelsenkirchen ein kleines bisschen leichter geworden: Seit Mai gibt es das Kinderhaus Rasselbande.

Die Kindertagesstätte will vor allem berufstätigen Eltern eine flexible Betreuung für Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren anbieten. Nach dem Probelauf wurde es jetzt Zeit, die offizielle Eröffnung einer noch nicht alltäglichen Kindertagesstätte zu feiern. Die neue Einrichtung weist gleich mehrere Besonderheiten auf: Sie ist auf Anregung von Unternehmen von der GGW für die Stadt gebaut worden, wird betrieben von einer gemeinnützigen GmbH und berücksichtigt mit Öffnungszeiten zwischen 7 und 18 Uhr die speziellen Bedürfnisse von berufstätigen Eltern nach verlässlichen Betreuungsangeboten.

Wie sich gesellschaftspolitischer Wandel in der Vergangenheit verändert hat, fasste NRW-Familienministerin Ute Schäfer so zusammen: „Eine Veranstaltung wie diese wäre vor 15 Jahren nicht möglich gewesen.“ Denn: Egal ob Vertreter der Stadt, der Einrichtung oder der Unternehmen – sie alle betonten, wie wichtig es heute sei, qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Sicherheit einer durchgängigen Kinderbetreuung anbieten zu können. Ein weiterer Pluspunkt der Rasselband: Dort am Paul-Matzkowski-Weg in Nachbarschaft von Arena und Gesamtschule Berger Feld ist auch eine Spontanbetreuung möglich.

Rund um die Uhr von 7 bis 18 Uhr

Gefragt, ob sich eine Rund-um-die Uhr-Kinderbetreuung für eine Firma auch rechne, antworte Gelsenwasser-Vorstand Hennig Deters: „Das lässt sich nicht in Euro ausdrücken. Es bedeutet für die Arbeitnehmer und Unternehmen aber auf jeden Fall einen Gewinn.“ Ministerin Schäfer verwies auf diesbezügliche Untersuchungen: „Wenn Mitarbeiter sich auf eine Kinderbetreuung verlassen können, dann bedeutet das für das Unternehmen: geringere Fehlzeiten, weniger Ausfälle durch Krankheiten, weniger Eigenkündigungen und letztlich auch eine höhere Qualität der Bewerber.“

Gesellschaftliche Veränderungen

In diesem Sinne argumentierte auch Angelika Kirstein, Geschäftsführerin der Kinderhaus Rasselbande gGmbH: „Wir wollen gesellschaftliche Vertänderungen anstoßen und dazu beitragen, dass sich die Unternehmenskultur verändert.“

 
 

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