Radfahrer freuen sich auf freie Fahrt

Die Bahnbrücke über die Straße Sutumer Brücken muss noch saniert und der Wegebau fertig gestellt werden, dann ist die Hugo-Bahn zwischen Kanal und Buer durchgängig befahrbar.
Die Bahnbrücke über die Straße Sutumer Brücken muss noch saniert und der Wegebau fertig gestellt werden, dann ist die Hugo-Bahn zwischen Kanal und Buer durchgängig befahrbar.
Foto: Funke Foto Services
Der Regionalverband will die Lücke auf der Hugo-Bahntrasse schließen. Damit entfällt für Radfahrer der Umweg durch Sutum.

Gelsenkirchen-Buer..  Ob Erzbahntrasse oder Kray-Wanner-Bahn, ob Allee des Wandels oder Emscherradweg: Dort, wo früher Güterzüge fuhren oder Wirtschaftswege entlang führten, lässt es sich heute prima radeln. Das gilt auch für die Hugo-Bahn, die für Radfahrerund Spaziergänger eine beliebte Verbindung zwischen Buer, Beckhausen und dem Rhein-Herne-Kanal darstellt. Dieser Weg ist ebenso beliebt wie lückenhaft. Aber nicht mehr lange. Denn noch in diesem Jahr, so verspricht es der Regionalverband Ruhrgebiet, soll der Lückenschluss in Sutum vollzogen werden.

Dass sich zwischen der Straße Sutumer Brücken und dem Hintergelände des Sutumer Friedhofes bald etwas tun wird, ist aufmerksamen Radfahrern bereits aufgefallen: An der einen Stelle fällt der freie Blick auf das Bahngelände, am anderen Ende ist der Stahlmattenzaun bereits abmontiert worden. „Wir werden voraussichtlich noch im Mai ein Bauschild aufstellen“, sagt Barbara Klask, Sprecherin des RVR. Eine freudige Nachricht für alle, die an den Sutumer Brücken den Emscherradweg verlassen und über die Theodor-Otte-, Schäfer- und Pfeilstraße das dortige Gewerbegebiet umfahren müssen, damit sie in Höhe des Friedhofes wieder auf die Hugo-Bahn gelangen können.

Bereits Ende 2008 hatte der RVR den Umbau der alten Zechenbahnverbindung zu einem kombinierten Rad- und Fußweg größtenteils realisiert. So standen Radlern und Spaziergängern 4,5 Kilometer des insgesamt 5,5 Kilometer umfassenden Projektes zur Verfügung. Ursache für die Lücke ist ein etwa 200 Meter langer Grundstücksabschnitt im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Hugo unweit der Kurt-Schumacher-Straße, die dort über Emscher und Rhein-Herne-Kanal führt. Dieser Abschnitt, bislang Eigentum der Deutschen Bahn, musste vom RVR erworben werden. Doch die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Die Gleisanlagen waren zwar bereits außer Betrieb, die Signaltechnik aber weiterhin aktiv.

Mit zweijähriger Verzögerung

Ende 2013 konnte der RVR vermelden, dass die Bezirksregierung Münster den Lückenschluss finanziell unterstützt: Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 771 000 Euro übernimmt das Land knapp 542 000 Euro.

Jetzt, da die Grundstückverhandlungen abgeschlossen und die Fördermittel bewilligt sind, kann mit gut zweijähriger Verzögerung mit dem Bau begonnen werden. Zunächst muss die Trasse freigeräumt und vom wuchernden Grün befreit werden, dann kann der Wegebau beginnen. Barbara Klask: „Zuallererst steht aber die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke an.“ Die RVR-Sprecherin gibt sich optimistisch: „Die Hugo-Bahn wird noch in diesem Jahr durchgängig zu befahren sein.“

 
 

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