Premiere für den Domplatten-Chor bei Rock am Dom

Die Gruppe „Boat People“ und der Chor „Voicetoys“ waren am Freitag der Topact.
Die Gruppe „Boat People“ und der Chor „Voicetoys“ waren am Freitag der Topact.
Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot
Zum ersten Mal stand das Rudelsingen auf dem Programm des Festivals „Rock am Dom“. Nach einer kurzen Eingewöhnung entstand ein Chor, der den ganzen Abend durchhielt.

„Let it Be“, singt Hannes Weyland. Buer singt mit. So soll es sein beim Rudelsingen, das erstmals ein Programmpunkt ist beim Festival „Rock am Dom“. Organisator Andreas Szepan freut sich, dass das funktioniert. „Die Leute brauchen zwei Bier und ein bisschen Dämmerung.“

Vor ein paar Minuten begann das Mitsing-Programm. Da waren die Gäste noch irritiert, starteten Hannes Weyland und Philip Ritter doch mit einem Song, der sich auf die Domplatte „verirrt“ zu haben schien: „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Doch dann kam man sich näher. Spätestens, als das Duo einen Ausflug in die Welt des Schlagers machte. Der geht ja immer. Auch in Buer. Freudig sangen viele mit bei „Im Wagen vor mir“.

Wer nicht textsicher ist, dem hilft eine Leinwand

Die Stimmung ist gut. Das Wetter auch. Trotz des attraktiven Schalke-Spiels ist die Domplatte gut gefüllt. „Die Jungs sind im Stadion, die Mädels sind hier zum Singen“, fasst es Claudia Keuchel zusammen. Die Mitarbeiterin im Referat Kultur der Stadt unterstützt das Format seit der ersten Ausgabe vor vier Jahren.

„Love Is In The Air“ - wer kennt das nicht. Auf der Domplatte hat sich ein Chor gebildet. Wer nicht textsicher ist, dem hilft eine Leinwand auf der Bühne weiter. Mitten in der Menge steht Elke Rietz. „das ist gar nicht mal schlecht. Das hat man nicht so oft“, ist ihr Kommentar zum Rudelsingen. Das alleine zog sie nicht her. „Ich bin wegen des ganzen Festivals da. Wo was los ist, da bin ich.“

Miteinander von Chor und Band

„Sternenhimmel“. Das geht auch in Buer. Am Rande der Bühne warten schon die nächsten auf ihren Auftritt. Singen ist ohnehin ihre Passion. Natürlich grooven sie sich jetzt ein. „Ein bisschen zumindest. Zuviel geht nicht, sonst streikt die Stimme gleich“, sagt Bernhard Severin. Der Sänger der „Voicetoys“ lacht.

Sein Chor ist heute der Topact. Gemeinsam mit den „Boat People“ gestalten die Sänger den Abschluss des ersten Festival-Tages. Das ist schon spannend: „Mit einer Rockband steht man nicht alle Tage auf der Bühne. Aber schon die Proben haben viel Spaß gemacht.“ Kennengelernt hatte man sich im letzten Jahr bei diesem Festival. Da fiel auf, dass es Überschneidungen im Repertoire gibt. Die Idee zum gemeinsamen Auftritt war geboren. Der steht nun kurz bevor.

„Mamma Mia“. Mittlerweile verschmelzen die Musik von der Bühne und der Chorgesang auf der Domplatte zu einem Ganzen. Das begeistert alle. Auch Andres Szepan, der gleich mit seinen „Boat People“ auf die Bühne geht. „Ich finde gut, dass wir alles mal probieren. Irgendeiner muss das ja machen.“ Auch Volker Zwetzschke ist begeistert. Mit seinen Schülern vom MPG ist er seit dem ersten Festival auf der Bühne aktiv. „Wir machen dieses Festival mit Bueranern und aus Buer heraus.“ Mehr noch. „Wir haben Freitagabend, Schalke spielt und der Platz ist voll – das mus man erst einmal schaffen.“

Zum Finale „Hey Jude“

Bandwechsel. Chor und Band starten ihr Programm. Mal getrennt, meist gemeinsam. Wieder sind es die ganz großen Hits, die die Menschen zum Feiern und Mitsingen animieren. „Westerland“ – geht auch immer. Noch lauter wird es bei „Aloha Heja He“ von Achim Reichel. Vielleicht weil der Refrain so einfach ist. Die Stimmung ist entspannt, freudig, einfach gut. Da kommt bei vielen Wehmut auf, als um zehn Uhr das Finale ansteht. Wie immer: „Hey Jude“. Alle singen mit. Zum letzten Mal für heute.

 
 

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