Polizeiwache in Gelsenkirchen-Horst bleibt erhalten

Die Zukunft der Polizeiwache in horst bestimmte in den vergangenen Wochen die politischen Diskussionen.
Die Zukunft der Polizeiwache in horst bestimmte in den vergangenen Wochen die politischen Diskussionen.
Foto: WAZ
Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer suchte das Gespräche mit der SPD. Die Wache in Horst habe nie zur Disposition gestanden.

Gelsenkirchen-Horst.  . In der Diskussion um die vermeintliche Schließung der Polizeiwache Horst ist es nun doch zu einem Gespräch zwischen Politik und Polizeiführung gekommen. Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer traf am Dienstag mit Joachim Gill, Bezirksbürgermeister West, und dem SPD-Stadtverordneten Lutz Dworzak zusammen.

Dabei stellte die Polizeipräsidentin klar, dass der Standort der Wache in Horst zu keinem Zeitpunkt zur Disposition gestanden habe. Vielmehr solle die Wache in der bisherigen Personalstärke bestehen bleiben. Die beiden Schwerpunktdienstwachen in Horst und in Erle würden jedoch unter eine gemeinsame Leitung gestellt, die dann organisatorisch in Erle angebunden sei.

Auf krankheitsbedingte Ausfälle schnell udn flexibel reagieren

Durch diese gemeinsame Leitung könne zukünftig unbürokratisch, schnell und flexibel auf beispielsweise krankheitsbedingte Ausfälle in Horst reagiert und diese durch temporäre Verstärkungen aus Erle aufgefangen werden. Die Polizeipräsidentin hob hervor, dass alle polizeilichen Einsätze wie bisher auch weiterhin durch Einsatzkräfte der beiden 24-Stunden-Wachen am Rathausplatz und am Wildenbruchplatz wahrgenommen werden.

Anne Heselhaus-Schröer verwies zudem auf den demografischen Wandel, der auch die Gelsenkirchener Polizei treffe. Schon aktuell fingen die Einstellungszahlen gerade die Anzahl der Pensionierungen auf. Das Innenministerium wirke dem entgegen, indem schon in 2015 die Zahl der Neueinstellungen für die Polizei in NRW deutlich erhöht worden sein.

Sicherheit ist für Heselhaus-Schröer eine Querschnittsaufgabe

Die dreijährige Studienzeit der Polizeianwärter bedeute aber, dass es noch dauern werde, bis sie ihren Dienst als gut ausgebildete Polizeibeamte „auf der Straße“ versehen könnten. Auch vor diesem Hintergrund sei es im Interesse der Sicherheit der Bürger, die vorhandenen Personalressourcen sach- und zweckgerichtet einzusetzen.

Sicherheit sei eine Querschnittsaufgabe, die mit ineinander verzahnten Konzepten bewältigt werden wolle. Bereits bestehende Netzwerke würden konsequent weiter ausgebaut und verstärkt.