Pläne sehen meistens eine Mittelinsel vor

Im Sitzungszimmer Cottbus des Rathauses Buer sind die Pläne für den ZOB-Umbau noch bis Freitag (21.) zu sehen. Chantal Ojstersek und Tobias Zobel vom Referat Verkehr stellen sie dort am Dienstag, 18. August, ab 18 Uhr vor.
Im Sitzungszimmer Cottbus des Rathauses Buer sind die Pläne für den ZOB-Umbau noch bis Freitag (21.) zu sehen. Chantal Ojstersek und Tobias Zobel vom Referat Verkehr stellen sie dort am Dienstag, 18. August, ab 18 Uhr vor.
Foto: Funke Foto Services
Der Zentrale Omnibusbahnhof vor dem Rathaus Buer soll ab 2016 modernisiert werden. Fünf Planungsvarianten liegen im Sitzungszimmer Cottbus noch bis Freitag aus.

Gelsenkirchen-Buer..  Der Zentrale Omnibusbahnhof am Rathaus Buer ist in die Jahre gekommen. Nach rund 60 Jahren soll der wichtige Verknüpfungspunkt von Straßenbahn- und Busverkehr ab 2016 modernisiert werden. Die Stadt stellt fünf Varianten für einen Umbau im Bestand vor.

Zehn Bussteige, fünf Pausenplätze, eine Fernbushaltestelle, Barrierefreiheit und ein Baumbestand, der weitestgehend erhalten bleiben soll, sind die planerischen Vorgaben, die für alle fünf Modelle gelten. Chantal Ojstersek, Referat Verkehr: „Der Busbahnhof in Buer ist ein zentraler Ort mit vielen Ansprüchen.“

Eine viel genutzte Haltestelle, zwischen Rathaus und Wohnbebauung gelegen, mit wichtigen Verknüpfungsfunktionen. Wegen der Kosten (elf Millionen Euro) hat die Stadt Abstand genommen von der ganz großen ZOB-Lösung aus 2002, die auch die Verlegung der Straßenbahnhaltestellen vorsah. Allen fünf Varianten (Kosten: zwischen 3,5 und 4,5 Millionen Euro) ist gemeinsam: Busse und Straßenbahnen machen an getrennten Haltestellen Station. Aus Richtung Norden kommend, erhalten die Busse an der De-la-Chevallerie-Straße einen eigenen Linksabbieger, um die zusätzliche ZOB-Runde zu vermeiden.

Ergänzung im Bestand

Die Grundgeometrie mit einzelnen Haltestellen in der Mitte des Platzes bleibt erhalten. Für Umsteiger ergeben sich unter Umständen weite Wege. Wegen des erhöhten Flächenbedarfs kann der Baumbestand nicht in vollem Umfang erhalten bleiben.

Mittelinsel in Schräglage

Eine kleine Mittelinsel in Schräglage kann in beiden Richtungen umfahren werden, weitere Haltestellen entstehen an der Springestraße. Der Nachteil: Die Fahrbahnflächen nehmen verhältnismäßig viel Platz ein.

Zweirichtungsverkehr

In dieser Variante ist die Mittelinsel schon sägezahnförmig und deutlich größer ausgeformt. Sie kann in beiden Richtungen umfahren werden. Allerdings nehmen die Querungsflächen viel Platz ein.

Lange Mittelinsel, Einbahn

Diese Variante rückt mit 35 Metern in die benachbarte Grünanlage hinein. Die Mittelinsel fällt großzügiger aus. Weil sie nur in eine Richtung umfahren werden kann, nehmen die Fahrgassen weniger Fläche in Anspruch.

Mittelinsel Goldbergstraße

Eng zur Goldbergstraße gelegen, nimmt die Mittelinsel auch fast 88 Meter der Grünanlage in Anspruch. An der Springestraße entsteht auf diese Weise ein Grünstreifen bis zur Chevallerie-Straße.

Weil die Platanen als charakteristisches Merkmal erhalten bleiben sollen, wird der neue ZOB kein zentrales Dach erhalten. Wie der Wetterschutz und die weitere Möblierung ausfallen, müssen die Bürgerinformation, die Detailplanung und die politische Beschlussfassung in den nächsten Monaten ergeben.

 
 

EURE FAVORITEN