Orgelkonzert verlängert die Weihnachtszeit

Virtuose Spieltechnik und ausdrucksstarke Melodiepassagen: Der Dekanatskantor der St. Lamberti-Kirche in Gladbeck, Konrad Suttmeyer, begeisterte das Publikum beim traditionellen nachweihnachtlichen Konzert in der Stephanus-Kirche mit abwechslungsreicher Orgelliteratur aus der Barockzeit.

Gleich zu Beginn bewies Konrad Suttmeyer dem Publikum mit dem Praeludium D-Dur des dänisch-deutschen Komponisten Dietrich Buxtehude seine hohen musikalischen Fertigkeiten.

Zum Besten gab er auch einige Weihnachtschoräle aus dem Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach, der wohl bekanntesten Sammlung von Choralbearbeitungen der gesamten Orgelliteratur. Auch Klassiker wie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „In dulci jubilo“ und „Jesu, meine Freude“ waren darunter zu hören. Zum Mitsingen und zum Mitverfolgen der Musik bekamen die Zuhörer vor dem Konzert die Noten und Texte der weihnachtlichen Choräle.

Über allen Werken stand die hohe Qualität der Musik und der große Einfallsreichtum des Komponisten, das Konrad Suttmeyer gekonnt mit seinem Orgelspiel an das Publikum transportierte.

Besinnliche Atmosphäre

„Bachsche Triosonaten kann man nur spielen, wenn man gesundheitlich fit ist. Man hat hier eine Orgel und eine Kirche, die jeden kleinsten Ton wiedergeben,“ erklärte Veranstalter Lothar Fischer dem Publikum und entschuldigte damit die gesundheitlich bedingte Programmänderung. Statt drei Sätze der Triosonate d-Moll spielte Suttmeyer nur den 2. Satz „Adagio e dolce“, der besonders gut in das weihnachtliche Programm passte. Bei dem Satz wurde auch das Licht in der Kirche gedimmt und nur noch die vielen angezündeten Kerzen sorgten für eine warme und besinnliche Atmosphäre. So entstand ein Ruhepol, der Zeit zur Besinnung ließ und vom Publikum besonders genossen wurde. Am Ende des Konzerts gab es nach einem langen Applaus noch eine Zugabe.

Das nächste Orgelkonzert ist bereits geplant: Es findet am Sonntag, 22. Februar, in der Stephanus Kirche statt. Es spielt der Konzertorganist und Tonmeister aus Düsseldorf Uwe Hofmann.

EURE FAVORITEN