Musikvideo soll Nachwuchs in Horst begeistern

Kinderchor St. Hippolytus dreht ein Musikvideo, das am 27. September vorgestellt wird.
Kinderchor St. Hippolytus dreht ein Musikvideo, das am 27. September vorgestellt wird.
Foto: FUNKE FotoServices
Ein Projekt für die Gemeinschaft: Der Kinderchor St. Hippolytus war im Tonstudio und stand am Samstag vor der Kamera. Die Aufnahmen entstanden in der Kirche und sollen für die Arbeit des Chores werben.

Klappe. Die erste: „Because I’m happy“, klingt es aus dem tragbaren CD-Player. Dazu tanzt eine Gruppe von Mädchen ausgelassen im Altarraum der Kirche St. Hippolytus. Keine gewöhnliche Szenerie ist das. Und kein gewöhnliches Projekt. Hier nämlich produziert der Kinderchor sein erstes Musikvideo.

„Das ist ein Projekt für die Chorgemeinschaft. Die Kinder waren vorher im Tonstudio. Das war schon aufregend. Jetzt der Dreh in der Kirche – das macht den Kindern viel Spaß“, erklärt Martin Berghane, der Chorleiter. Gezeigt wird der Film beim nächsten Konzert am 27. September in St. Laurentius. „Danach soll er im Internet auf unseren Chor aufmerksam machen und vielleicht neue Sänger für uns interessieren. Denn wir sind immer auf der Suche.“

Wiederholungen, immer wieder

Immer wieder läuft der Refrain. Und immer wieder tanzen die Mädchen ihre Schritte. Die durften sie selbst entwickeln. Sie tanzen entweder allein oder zu zweit. Alles wird gefilmt von der Kamera davor. Doch die Macher sind noch nicht ganz zufrieden. „Das Mitsingen nicht vergessen“, erinnern sie. Denn bislang tanzen die Mädchen zwar fröhlich, vergessen aber, die Lippen zu bewegen. Monika denkt immer dran. Sie singt fleißig mit. So wie schon im Studio.

„Ich singe mehrere Soli“, erzählt sie. „Man hat das einmal durch gesungen im Studio, und schon war es vorbei. Ein bisschen nervös hat es mich gemacht, dass alle mir durch das Fenster zugesehen haben. Aber danach haben sie gesagt, dass ich toll war. Da kann man dann schon stolz sein.“ Ähnlich ging es auch Paula.

„Als erstes haben wir die Gruppenaufnahmen gemacht. Da war man ja nicht alleine. Beim Solo musste man sich schon konzentrieren. Aber das geht recht schnell. Beim zweiten Mal passte alles“, erinnert sich die Zwölfjährige. Beide Mädchen haben jetzt großen Spaß am Tanz. „Claudia Gorgievski hat uns die Schritte beigebracht. Wir haben lange geübt. Und wir haben uns untereinander geholfen“, sagt Monika. Die Zehnjährige weiß, wie ungewöhnlich die heutige Aktion ist. „Man tanzt ja nicht jeden Tag im Altarraum rum. In der Messe würde ich das nie machen. Das wäre ja unpassend.“ Paula ergänzt: „Es ist ja heute kein Pastor da. Dann wäre das etwas Anderes. Und wer das nicht mag, muss sich das Video ja nicht anschauen.“

Tanz auf der Orgelbühne

Weiter geht’s. Wieder geht es nur um den Refrain. Die Strophen werden später mit den Solisten in den verschiedenen Kirchen der Pfarrei gedreht. „Als Symbol für das Zusammenwachsen der Gemeinden“, erklärt Martin Berghane. Dann verrät er noch, dass man gleich auch auf der Orgelbühne tanzen und filmen will. Vorher aber muss die erste Szene abgedreht sein. Und das ist sie noch nicht. Jetzt macht die Handkamera Bilder von den einzelnen Mädchen. Die haben noch lange nicht die Lust verloren. „Because I’m happy“, klingt es aus dem tragbaren CD-Player.

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