Musikalische Erinnerung an die Weihnachtszeit

Der Urbanus-Chor gehörte zu den zahlreichen Mitwirkenden, die das Weihnachtskonzert in der Propsteikirche gestalteten.
Der Urbanus-Chor gehörte zu den zahlreichen Mitwirkenden, die das Weihnachtskonzert in der Propsteikirche gestalteten.
Foto: Michael Korte
Vom Propstei- bis zum Kinderchor gestalteten zahlreiche Akteure aus der Gemeinde das Konzert in St. Urbanus. Ein musikalischer Genuss mit zahlreichen berührenden Momenten.

Gelsenkirchen-Buer.  Mit zahlreichen Akteuren der St. Urbanus-Gemeinde wurde das Konzert zum offiziellen Ende der Weihnachtszeit gestaltet. Propst Wilhelm Zimmermann betonte die geistliche Komponente des Konzertes: „Ich wünsche mir, dass Sie sich nicht nur von der Musik berühren lassen, sondern auch von unserem Glauben.“

Und so war es wenig verwunderlich, dass sehr berührende Stücke zu hören waren. Der Propsteichor wartete, begleitet von Carsten Böckmann an der Orgel, mit Bachs „Fallt mit Danken“ auf, einem Weihnachtsklassiker, charismatisch und gefühlvoll dargeboten. Mit Ausdruck und Gefühl interpretierte der Chor Rutters „Weihnachtswiegenlied“, eindeutig ein emotionaler Höhepunkt. Ergreifend waren die Beiträge der Mezzosopranistin Regina Brinkmann. Sie sang zu Beginn Händels „Er weidet seine Herde“, hochkarätig und anspruchsvoll. Später dann bot die Sängerin „The Holy City“ dar, klar, puristisch und einfach schön. Die Zuhörer wussten auch die Instrumentalsolisten zu begeistern. Ingo Jülicher trug auf der Trompete den 5. Satz aus dem „Trompetenkonzert in D“ von Torelli vor, festlich, feierlich, einfach großartig. Warm weich und meditativ hingegen war die „Sicilienne op 78“ von Fauré, gespielt von Elisabeth Vieth auf der Flöte. Der Gospelchor St. Barbara steuerte als Gastchor etwas lockerere Stücke bei, wie etwa „Mary’ Boy Child“, lebendig, fröhlich und sehr schön gesungen. Es folgten sogar weihnachtliche Hits aus der Populärmusik wie Bryan Adams „Christmas Time“, weniger rockig, dafür aber stimmlich anspruchsvoll und eingängig.

Der Mädchenchor „Novus Exodus“ konzentrierte sich auf Botschaften der Engel, sang unter anderem „Angel’s Carol“ von Rutter, wundervoll und, passend zum Thema des Propstes, sehr berührend. Zum Ende dann stand der Nachwuchs im Mittelpunkt: Marcel Suttmeyer spielte an der Orgel Bachs „Der Tag, der ist so freudenreich“, eine festliche, heitere Komposition. Und der Kinderchor steuerte leichte Lieder wie „Zumba, zumba, welch ein Singen“ bei.