Musical traf auf deutsche Schlager

Das Schloss Horst bildete die historische Kulisse für den Auftritt des MGV Frohsinn. Die Sänger begeisterten in der Glashalle ihr Publikum.
Das Schloss Horst bildete die historische Kulisse für den Auftritt des MGV Frohsinn. Die Sänger begeisterten in der Glashalle ihr Publikum.
Foto: WAZ FotoPool
Das Herbstkonzert des Männerchor Frohsinn ist für viele ein fester Termin im Jahr. Und so erstaunte es nicht, dass die Glashalle von Schloss Horst bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Sänger sorgten mit ihrem muskalischen Streifzug für einen unterhaltsamen Vormittag.

Gelsenkirchen-Horst..  Das Herbstkonzert des Männerchor Frohsinn ist für viele ein fester Termin im Jahr. Und so erstaunte es nicht, dass die Glashalle von Schloss Horst nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt war, sondern auch Menschen draußen darauf hofften, dass reservierte Karten nicht abgeholt werden und so noch ein Platz frei wurde.

Tatsächlich bot der Männerchor Frohsinn wieder ein abwechselungsreiches wie herausragendes Programm, das sich im ersten Teil schwerpunktmäßig der Welt des Musicals widmete - auch vielleicht in Anspielung auf den musikalischen Gast des Vormittags, Anke Sieloff.

So stand „Hello Dolly“ auf dem Programmzettel des Chores, schwungvoll, charmant, ja swingend kam dieses Stück daher. Weiter ging es mit gleich mehreren Liedern aus „My Fair Lady“. Da war, unter anderem, „In der Straße wohnst Du“ zu hören, was die Sänger anspruchsvoll umsetzten, um musikalischen Aufbau, trotz Pianobegleitung, wie a-cappella, denn Teile der Sängerschaft boten die gesungene Klangkulisse. Ein schönes wie auch berührendes Lied.

Charme und Esprit

Darauf antwortete Anke Sieloff mit „I Could Have Danced All Night“. Sie präsentierte eine großartige Eliza, überzeugte nicht nur gesanglich wie gewohnt, sondern sprühte auch vor Charme und Esprit und wusste die Menschen gleich zu begeistern. Das gelang ebenso bei „I Feel Pretty“ aus der „West Side Story“, ebenfalls charmant, keck und leicht, dazu gesanglich ausdrucksstark und szenisch auf die Bühne gebracht. Fantastisch.

Der Männerchor wagte sich jedoch auch auf anderes Terrain, etwa als er ein Medley bot aus den schönsten Hits von Udo Jürgens, eine lichte und humorvolle Auflockerung. Oder auch, als er einen Jazz-Standard sang, „Blue Skies“. Noch einer dieser außerordentlichen Höhepunkte im Programm, großartig interpretiert, gefühlvoll, ansprechend und anspruchsvoll.

 
 

EURE FAVORITEN