Mezzomar bleibt in der Markthalle in Gelsenkirchen-Buer

Angelika Wölke
Neue Partner: Thomas Bernau (l.) und Paolo Tornetta wollen  in der Markthalle zusammenarbeiten.
Neue Partner: Thomas Bernau (l.) und Paolo Tornetta wollen in der Markthalle zusammenarbeiten.
Foto: FUNKE Foto Services
Thomas Bernau hat den ersten Vertrag für die neue Nutzung unterschrieben: Im September soll die Markthalle in Gelsenkirchen-Buer wiedereröffnen – in neuem Glanz mit „einer der größten Terrassen im Stadtnorden“. Partys und Events sind in einer neuen Chillout-Zone geplant.

Der erste Vertrag für die Markthalle ist unterschrieben. Und er markiert einen Meilenstein in der Entwicklung: Anfang September soll die Halle neu eröffnet werden – „mit einer der größten Terrasse, die der Gelsenkirchener Norden zu bieten hat“.

Thomas Bernau, der neue Besitzer der Markthalle in Buer, klingt euphorisch. Aber der Mann, der schneller spricht als so mancher Zeitgenosse denken kann, hat zum Ortstermin seinen neuen Geschäftspartner mitgebracht. Paolo Tornetta, CEO der Mezzomar-Group, lächelt gemeinsam mit ihm in die Kamera. Zwei Männer, die vor einigen Wochen nur über Anwälte kommunizierten, basteln zwischenzeitlich an einem gemeinsamen Konzept.

Die Eckpfeiler verrieten sie gestern. Demnach soll das Mezzomar am alten Standort weiter betrieben werden. Nur größer. Die beiden kleinen Terrassen des Restaurants im Obergeschoss der Markthalle sollen verbunden und zu einer großen, etwa 150 Quadratmeter fassenden Terrasse ausgebaut werden.

Im Obergeschoss wird Paolo Tornetta in Zukunft mit seinem Team alleine vertreten sein. Den größeren Platz will und soll Tornetta auch für Partys und Events nutzen. „Alle sechs Wochen eine Party, das wäre großartig“, sagt der Gastronom. Neben dem Restaurant sollen Lounge-Sessel und eine kleine Weinbar die obere Etage in eine gemütliche Chillout-Zone verwandeln.

Büros im Obergeschoss

London, New York, Tokio, Buer – Bernau, dem Weitgereisten, schweben Konzepte vor, die er aus den Metropolen dieser Welt kennt. „Nach dem Essen muss man nicht am Tisch sitzen bleiben, man kann den Absacker auch an der Bar nehmen.“

Die restlichen Flächen im oberen Bereich der Halle wird Bernau zunächst mit seinem Team nutzen. „Wir planen, unsere Büros hier einzurichten.“ Vorübergehend zumindest. Denn langfristig können sich Tornetta und Bernau auch vorstellen, dass sie als Räume für geschlossene Gesellschaften genutzt werden. „Viele Leute wollen nicht einfach im Restaurant feiern“, weiß Bernau, der in Dortmund das angesagte „Vetro“ betreibt. „Roman Weidenfeller hat dort in den vom Restaurant abgetrennten Räumlichkeiten seine Hochzeit gefeiert.“

Exklusive Burger-Bar

Für den unteren Bereich laufen die Verhandlungen noch. Bernau plant – „wahrscheinlich mit einem der bekannten Gastronomen aus der Region“ eine „Burger Bar“. Kein billiger Abklatsch einer bekannten Fast-Food-Kette. Mit Niveau. Geht übrigens wirklich: TV- und Sternekoch Björn Freitag macht es mit der „Currystation 52“ in Dorsten vor: Dort gibt es Pommes und Currywurst – alles ohne Konservierungsstoffe und auf Wunsch auch mal gerne mit Trüffelsauce.