Mambo-Klänge in der Dreifaltigkeitskirche

Foto: FUNKE Foto Services
Die Bläser von Trinity Brass überraschten ihre Zuhörer in der Erler Dreifaltigkeitskirche mit ungewöhnlichen Klängen. Die Musiker intonierten dort den „Mambo No. 5“ und auch „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens.

Gelsenkirchen-Resse.  . Der Evangelische Bläser- und Posaunenchor „Trinity Brass“ steht stets für Qualität und musikalische Überraschungen. Selten aber bot man den Gästen ein so zeitgenössisches Konzert, wie es am Pfingstmontag in der übervollen Dreifaltigkeitskirche in Erle der Fall war.

Zwar wurde das Konzert mit „Majesty“ festlich, feierlich und sehr stark eröffnet, dann jedoch präsentierte man Unglaubliches: Auf dem Programm stand etwa „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, das eine besondere Atmosphäre entfaltete. Nicht nur, dass es großartig gespielt wurde, die Besucher stimmten auch in den Refrain mit ein.

Danach zeigten die jungen Bläser und Schlagwerker, wie sie mit Disco-Sound umzugehen wissen. Ihr „Lay All Your Love On Me“ von ABBA hatte Drive, riss die Gäste mit und war brillant adaptiert. Im Verlauf setzte „Trinity Brass“ noch eins drauf und spielte den „Mambo No. 5“, obwohl älter richtig bekannt geworden durch Lou Bega. Den Beat klatschten die Musiker, die nicht gerade spielten. Das Publikum nahm dies gerne auf, wenn auch etwas irritiert von solcher Literatur. Doch die Nummer groovte derart, dass es am Ende ganz zurecht begeisterten Applaus zu hören gab.

Premiere für das Vibraphon

Einen emotionalen Höhepunkt markierte „Unchained Melody“, ergreifend und bewegend, mit schönen musikalischen Akzenten. Ausgesprochen charmant war die Trinity-Version von „Mr. Sandman“, in welchem erstmals das neu angeschaffte Vibraphon zum Einsatz kam. Das Stück war mit besonderer Leichtigkeit gespielt, ansprechend und schön – so wunderbar, wie es diesem Titel gebührt.

Zum Ende des Pfingstkonzertes dann lieferte „Trinity“ ein außergewöhnliches Finale. Eingeladen hatte man hierfür die Tenöre Mathias Hammelmann-Simons, Stefan Kaminski und Christian Komorowski. Mit ihnen bot man drei große Hits der italienischen Klassik, von „La Donna è mobile“ über „O Sole mio“ bis hin zu „Funiculi, Funicula“ – einfach furios.

EURE FAVORITEN