Märkte eröffnen jetzt überall die Weihnachtszeit

Der Teamleiter der hauseigenen Schreinerei, Werner Soggeberg (re.), bot beim Adventsmarkt der Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit Vogelhäuschen, Krippen und Buchständer zum Verkauf an.
Der Teamleiter der hauseigenen Schreinerei, Werner Soggeberg (re.), bot beim Adventsmarkt der Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit Vogelhäuschen, Krippen und Buchständer zum Verkauf an.
Foto: Thomas Schmidtke
In Westerholt boten rund 50 Aussteller an Ständen alles rund um das Fest. In den Werkstätten zog der inklusive Adventsmarkt Besucher an.

Gelsenkirchen-Beckhausen.  . Am ersten Adventswochenende herrschte vielerorts vorweihnachtliches Treiben. So fand in Westerholt zum 35. Mal der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und der Schloßstraße statt – ein wahrer Publikumsmagnet, abgerundet durch ein stimmungsvolles Weihnachtsprogramm vieler Akteure aus dem Stadtteil. Den Auftakt machten die „Martinsbläser“, aber natürlich war auch das Chorprojekt „Seelenrocker“, das sich mehrere Monate bereits auf diesen Auftritt vorbereitete, mit von der Partie.

Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit, das war auch das Thema des inklusiven Adventsmarktes in den Gelsenkirchener Werkstätten. Rund 20 Stände warteten dort auf die Besucher und nahezu an allen gab es Selbstgemachtes aus den Werkstätten zu bestaunen und zu kaufen.

Die Schreinerei verkaufte verspielte Vogelhäuschen

Die Schreiner hatten wieder ihre verspielten Vogelhäuser gebaut, dazu auch Neues wie einen Handyhalter in Form eines Engels. Weihnachtskarten und Bilder zeigte die Kreativgruppe am Sonntag im Speisesaal der Einrichtung. Seit dem Sommer 2015 besteht diese eigenständige Produktionsgruppe. „Die Beschäftigten lernen verschiedene Techniken kennen, dazu Fingerfertigkeit, das Mischen von Farben und das Wecken der eigenen Kreativität“, so Leiterin Mandy Geppert. „Das kann man ja nicht auf Knopfdruck.“

Besonderen Charme hat der Jahreskalender für 2017, gestaltet mit selbst gemalten Bildern der Beschäftigten. Diesen soll es künftig regelmäßig geben. „Wir hoffen, dieses Produkt und auch weitere noch mehr zu den Menschen bringen zu können.“ So präsentieren sich die Werkstätten beim „Bueraner Winterzauber“ am nächsten Wochenende auf der Domplatte – mit dem neuen Kalender.

Auch die Hansa-Schule war zu Gast in Beckhausen

Einziger auswärtiger Stand war der der Hansa-Schule. „Mehrere der Absolventen finden bei uns einen Arbeitsplatz“, so Christel Ising, Berufsbildungs- und Förderbereichsleiterin. Daher pflege man durchgehend einen guten Kontakt, binde die Schule mit einem Stand in den Adventsmarkt ein. Für diejenigen, die nach der Schule dort einen Arbeitsplatz finden, sei es ein großes Glück. „Das hat für unsere Beschäftigten eine andere Bedeutung. Für viele ist das der soziale Ort, wo man Freunde trifft. Denn auch wenn die Inklusion viel bewirkt hat, es gibt zahlreiche Mitarbeiter, die zu Hause sehr allein sind.“

Umso mehr strahlten die Beschäftigten am Sonntag angesichts der vielen Besucher. „Wir bereiten das alles hier gemeinschaftlich vor und das seit Wochen. Man merkt den Beschäftigten an, dass sie sich seit Monaten auf diesen Tag freuen“, so Geschäftsführer Sebastian Schwager . „Das Schöne ist, dass alle ihre Angehörigen mitbringen und wir dann gemeinsam die Weihnachtszeit einläuten.“ Das geht natürlich mit Musik und Gesang am besten. Und so ist der traditionelle Höhepunkt der Auftritt des Werkstattchores im Speisesaal der Einrichtung.

 
 

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