Lindenschule Buer: Sanierung oder Abriss

Die Zeit der Schönheitsreparaturen ist vorüber, nun soll die Lindenschule Buer kernsaniert werden oder einem Neubau weichen.
Die Zeit der Schönheitsreparaturen ist vorüber, nun soll die Lindenschule Buer kernsaniert werden oder einem Neubau weichen.
Foto: WAZ
An den neuen Namen Lindenschule Buer haben sich noch nicht alle gewöhnt, da steht der städtischen Grundschule an der Urbanusstraße eine weitere, noch tiefergreifende Veränderung ins Haus: Kernsanierung – oder Abriss und Neubau.

Gelsenkirchen-Buer.  An den neuen Namen Lindenschule Buer haben sich noch nicht alle gewöhnt, da steht der städtischen Gemeinschaftsgrundschule an der Urbanusstraße eine weitere, noch tiefergreifende Veränderung ins 112 Jahre alte Haus: Die Immobilie muss kernsaniert werden – mindestens. Nicht ausgeschlossen ist auch ein Abriss und Neubau, wie eine WAZ-Anfrage bei der Stadt ergab.

„In der Tat ist das Schulgebäude nach Einschätzung unserer Fachleute abgängig“, bestätigte Stadtsprecher Martin Schulmann. Konkret: Die gesamte Bausubstanz entspricht nicht mehr den heutigen Standards.

Schüler werden ausquartiert

Erst ein paar Jahre ist es her, dass sich Deckenverkleidungen in den Klassenräumen lösten, so Schulleiterin Rita Kallweit. „Damals ist die Stadt sofort aktiv geworden. Sie war auch immer ansprechbar. Aber insgesamt sind in den vergangenen Jahrzehnten nur Schönheitsreparaturen erledigt worden. Was wir jetzt brauchen, ist eine grundlegende Lösung“, begründet sie ihren schriftlichen Hilferuf.

Über genau diesem großen Wurf brütet derzeit das Immobilienmanagement mit der Schulverwaltung und dem Schulamt, heißt es bei der Stadt. Denn in Zeiten knapper Kassen muss geprüft werden, was Gelsenkirchen denn nun billiger kommt – eine Kernsanierung des alten Gebäudes inklusive neuer Sanitärräume und Heizungstechnik oder ein Abriss mit Neubau.

Anforderungen der Inklusion

„Wir müssen dabei auch berücksichtigen, dass das derzeitige Raumprogramm bei weitem nicht ausreicht für die aktuellen und künftigen Anforderungen des Offenen Ganztags (OGS) und der Inklusion“, so Schulmann. Bei einer Kernsanierung wäre auch ein Anbau mit Außenaufzügen nötig, um Alt- und Neubau für mobilitätseingeschränkte Schüler miteinander zu verbinden.

Die Entscheidung will die Verwaltung noch in diesem Jahr fällen und in einen Vorschlag für die politischen Gremien gießen, die Planung der Maßnahme ist nach dem Beschluss der Politik für 2015 geplant. Mit dem Um- bzw. Neubau könnte dann 2016 begonnen werden. „Bisher ist noch offen, wohin die Reise geht, es wird noch diskutiert“, so Schulmann. Fest steht: Günstig werden weder Kernsanierung mit Anbau noch die Neubaumaßnahme. „Es geht sicher um einen Millionenbetrag“, meint der Stadtsprecher. Denkbar sei auch, dass der Neubau durch einen Investor finanziert werde und die Stadt das Gebäude zurückmiete.

Umgebaut werden soll nicht bei laufendem Schulbetrieb. Lehrer und Schüler werden ausquartiert, möglicherweise in die Container, die auch die Gesamtschule Buer-Mitte während des Umbaus an der Röckstraße genutzt hat.

 
 

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