Kein Denkmalschutz für Werkstatt

Der rückwärtige Teil des Zechengeländes Bergmannsglück wird bereits als Firmenhof genutzt. Der größte der Teil Gebäude soll abgerissen werden
Der rückwärtige Teil des Zechengeländes Bergmannsglück wird bereits als Firmenhof genutzt. Der größte der Teil Gebäude soll abgerissen werden
Foto: www.blossey.eu

Gelsenkirchen-Buer..  Einen Versuch war es zumindest wert: Mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Frank Bara-nowski hat der Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück das Thema Denkmalschutz für die Werkstatthalle der ehemaligen Schachtanlage Bergmannsglück noch einmal in die Diskussion gebracht - in der Hoffnung, dass dieser Teil der alten Gebäude vor dem Abriss gerettet werden kann. Nach der Antwort aus dem Rathaus steht fest: Der Abriss wird kommen, auch wenn damit noch nicht begonnen wurde. Dem Gebäude fehlt der Denkmalwert.

Die Werkstatt war ursprünglich als neue Heimat für die Gemeinschaft Bergmannsglücker Vereine (GBV) vorgesehen. Doch diese Idee lässt sich nicht in die Tat umsetzen. So weist der OB in seinem Schreiben auf „massive Schäden im Bereich der Dachkonstruktion“ hin. Die Standsicherheit könne auf Dauer nur durch eine aufwändige Sanierung gewährleistet werden. „Nach derzeitiger Lage ist die Halle aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich, eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht zu vertreten“, stellt Baranowski fest. Denkmalschutz wird es wohl für das Fördermaschinenhaus geben, nicht aber für die Torhäuser und die Werkstatt. Sie seien „in ihrer städtebaulichen Rolle und ihrer Fassadengestaltung erhaltenswert“, blieben aber unterhalb der Schwelle der Denkmaleigenschaft, da sie zu stark verändert worden seien und „das dokumentarische Gewicht des Fördermaschinenhauses nicht erreichen“. Heinz Hackstein, Sprecher des Geschichtskreises: „Wir wollten mit unserem Schreiben erreichen, dass noch einmal über die Kosten nachgedacht wird.“ Eine Chance, das Werkstattgebäude zu retten, sieht er jetzt nicht mehr.

In der Zwischenzeit setzt die GBV ihre Suche nach einer neuen Bleibe fort. Dabei richtete sich das Interesse auf drei Standorte. „Die Markuskirche, die Kirche St. Theresia und die Halle eines ehemaligen Getränkehändlers“, zählt Reinhard Ostermann, GBV-Schriftführer, auf. Der Vorschlag Getränkemarkt sei gleich zu Beginn wieder verworfen worden, so dass nach der Besichtigung der beiden Kirchen jetzt das Interesse ganz konkret auf St. Theresia abzielt. Voraussichtlich im September soll es zu Gesprächen mit Vertretern der Kirche und weiteren Verantwortlichen kommen.

Der Geschichtskreis, zur Zeit an der Polsumer Straße zu Hause, könnte sich vorstellen, das Fördermaschinenhaus zu nutzen. Heinz Hackstein: „Wegen Haus Löchter sind wir aber auch mit dem Landschaftsverband im Gespräch.“

 
 

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