Hundeliebhaber fürs Gassi gehen gesucht

Helfer beim Gassi gehen sucht das Tierheim Gelsenkirchen derzeit für seine 90 vierbeinigen Schützlinge.
Helfer beim Gassi gehen sucht das Tierheim Gelsenkirchen derzeit für seine 90 vierbeinigen Schützlinge.
Foto: WAZ FotoPool
90 Hunde leben zur Zeit im Tierheim in Gelsenkirchen. Sie lieben ausgedehnte Spaziergänge. Deshalb sucht das Heim nun ehrenamtliche Helfer zum Gassi gehen.

Gelsenkirchen-Buer..  Rund 90 Hunde unterschiedlichster Rassen leben zur Zeit im Tierheim an der Willy-Brandt-Allee. Um diesen Vierbeinern das Leben in einem Tierheim etwas erträglicher zu gestalten, werden sie von „Ausführern“ betreut, die ihnen ein längeres „Gassi gehen“ ermöglichen. Für die Tiere ist dieses Ausführen sehr wichtig. Sobald sich das Tierheimtor zu den Ausführzeiten öffnet, ist die Vorfreude der Hunde unübersehbar. Leider jedoch warten viele Vierbeiner vergeblich auf den ersehnten Spaziergang. Es mangelt an Menschen, die mit ihnen Gassi gehen.

Derzeit kann das Heim nur auf zehn Ausführer zurückgreifen – bei 90 Hunden reicht das nicht für einen ausgedehnten Spaziergang für alle Tiere. Heike Reddig vom Vorstand des Tiervereins appelliert nun an hundefreundliche Bürger, zum Team der ehrenamtlichen Hundeausführer dazu zu stoßen.

Auch für Senioren geeignet

Ideal wäre das etwa für Hundefreunde, in deren Wohnung etwa Hundehaltung verboten ist. Oder für Menschen, die aus beruflichen Gründen keinen eigenen Hund besitzen. Auch ältere Personen, die sich vielleicht einen Hund nicht mehr zutrauen, sind dabei herzlich willkommen. Denn auch im Tierheim sitzen (vierbeinige) Senioren, die sich über einen ausgiebigen, aber ruhigen Spaziergang freuen würden.

Wer mitmachen möchte, muss allerdings mindestens 18 Jahre alt und Mitglied im Tierschutzverein (aus versicherungstechnischen Gründen) sein. Einen Sachkundenachweis für das Ausführen bestimmter Rassen können Mitglieder kostenlos im Tierheim erlangen.

Wer Spaß am Ausführen der Hunde hat, kann natürlich auch mit seinem „Schützling“ die Hundeschule besuchen. Bisher fehlte den Ausführern dazu die Zeit. Durch gutes Benehmen steigt die Vermittlungschance. Und nicht nur der Hund lernt in der Hundeschule – auch der Mensch lernt dabei mehr über Körpersprache und Verhalten der Hunde. Unter den Ausführern gibt es zudem einen regen Erfahrungsaustausch.

 
 

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