Hilfe für Bedürftige

Kira schmidt
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Buer. „Miteinander – Füreinander“, unter diesem Motto fand am Wochenende eine Wohltätigkeitsveranstaltung des Gelsenkirchener Tuisa Vereins im Max-Planck-Gymnasium statt. Zum achten Mal bereits luden die Verantwortlichen rund um den Vorsitzenden Abdeslam El Ghaulbzouri Mitglieder aller Religionen zu einem Fest ein, dessen Erlös bedürftigen Menschen in der arabischen Welt zugute kommt.

Und dabei geht es tatsächlich um Einzelfälle, verdeutlichte der Verein. „Uns erreichen Hilferufe einzelner Personen“, erzählt Karima El Bokriui, die Ehefrau des Vorsitzenden. „In jedem Land, in das unsere Hilfe fließt, haben wir einen Partner, der die Familien besucht, die Bedürftigkeit überprüft. Denn erzählt werden kann viel.“ Derzeit versorgt der Verein mehrere Familien. „Im Moment unterstützen wir eine Familie in einem marokkanischen Dorf, die sich zur Winterzeit noch nicht einmal Tee leisten konnte. Wir helfen auf diese Weise den Einzelfällen, die von den großen Organisationen nicht erreicht werden.“

Trotz des ernsten Hintergrunds stand bei der Veranstaltung die Freude an erster Stelle. Zum bunten Bühnenprogramm gehörten mit „Ammar114“ und „Nossra“ junge arabische wie traditionelle Musik, Comedy und Vorträge. Murat Demiryürek, der Autor des Buches „Jung und Muslim“, referierte auf der Bühne und bildete den Kontrapunkt zu einer Koranrezitation.

„Gerade in der heutigen Zeit wollen wir zeigen, wer wir sind und was wir machen“, erklärte Karima El Bokriui die Motivation für solche Veranstaltungen. Denn der Verein setzt sich auch für den interkulturellen Austausch ein. Dass nicht mehr Nicht-Muslime der Einladung gefolgt waren, bedauerte die junge Frau mit marokkanischer Abstammung. „Aber vielleicht ist das immer noch eine Hemmschwelle.“