Heiratsmarkt für Kaninchen

Franz Schaffrin präsentiert seinen deutschen Widder (grau), der auf der Kreisrammlerschau jetzt mit 96,5 Punkten bewertet wurde.
Franz Schaffrin präsentiert seinen deutschen Widder (grau), der auf der Kreisrammlerschau jetzt mit 96,5 Punkten bewertet wurde.
Foto: WAZ FotoPool
Der Widder Club Gelsenkirchen richtete am Brößweg die Kreisrammlerschau aus. Da war für jeden Geschmack etwas dabei, angefangen von den deutschen Widdern in grau bis zu echten Wuchtbrummen mit ihren rund sieben Kilo.

Bald ist Frühlingserwachen. Mit allem, was dazu gehört. Auch in den Kaninchenställen der Region. Aber immer noch gibt es ein paar charmante Kaninchendamen, die noch auf den richtigen Partner warten. Genau an dieser Stelle kommt die Kreisrammlerschau ins Spiel, zu der jetzt wieder der „Widder Club Gelsenkirchen“ in die Schule am Brößweg geladen hatte.

„Wenn man will, könnte man schon sagen, dass das eine Art Heiratsmarkt ist für die Tiere“, lacht Franz Schaffrin. Und die Auswahl sei besonders attraktiv. Immerhin sind einige der vierbeinigen Herren ausgezeichnet für ihre Schönheit, ihre Makellosigkeit.

Dennoch ist ihre Zukunft zum Teil ungewiss. Wie immer in der Viehzucht ist der Grat zwischen Glück und Unglück schmal. In einem neuen Heim könnte sich ein stattlicher Rammler nach Herzenslust vermehren. Ist er nicht für die Zucht gewollt, ist sein Ende nah. „Deswegen bin ich froh, wenn ein paar Tiere verkauft werden“, sagt der erfahrene Kaninchenzüchter Franz Schaffrin ganz ehrlich.

Für jeden Geschmack sei etwas dabei, meint der Züchter mit langjähriger Erfahrung. Angefangen von den deutschen Widdern in grau, echten Wuchtbrummen mit ihren rund sieben Kilo. Kuscheltiere für kleine Kinder sind das nicht. Die aber sind am anderen Ende des Ganges zu sehen. Und alle haben ihre Fans. „Die Schau ist gut besucht“, freut sich Schaffrin.

Der Erfolg zeigt sich im Herbst

Es ist die letzte der Saison. Jetzt werden die Kaninchendamen und ihre Partner zusammen geführt. „Wir beginnen jetzt wieder mit der Zucht“, so Franz Schaffrin. Erst wenn der Nachwuchs im Herbst groß genug ist, gehen die Ausstellungen wieder los. Dann wird sich zeigen, wie lohnend die Investition in einen Heiratskandidaten am Wochenende bei der Kreisrammlerschau für die einzelnen Züchter war.

 
 

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