Gedenkstein erinnert an Christus-König-Kirche

Im Jahr 2008 wurde die Christus-König-Kirche abgerissen
Im Jahr 2008 wurde die Christus-König-Kirche abgerissen
Foto: WAZ

Gelsenkirchen-Buer..  Taufe, Kommunion, Hochzeit oder auch die Sonntagsmesse: Generationen von Gläubigen war die buersche Christus-König-Kirche in der Bergmannsglücksiedlung (Glaubens-)Heimat, bis sie im Zuge der Umstrukturierung des Bistums Essen 2007 aufgegeben und 2008 abgerissen wurde.

Nun soll auf dem früheren Kirchengelände an der Sydowstraße, wo mittlerweile Ein- und Mehrfamilienhäuser errichtet wurden, der alte Taufstein und eine Gedenkplatte an das Gotteshaus erinnern.

Steinmetz- und Bildhauermeister Malte Suttmeyer aus Buer ist es, der in diesen Tagen die Erinnerungsstätte und deren Untergrund gestalterisch vorbereitet: „Die Vertiefung des alten Taufsteins aus der Christus-König-Kirche wird mit einer Platte aus Sicherheitsglas versehen und über ein Bodenfundament so verankert, dass eine ausreichende Standfestigkeit gegeben ist“, erläutert der 30-Jährige.

An dem 80 mal 80 cm breiten und 60 cm hohen Taufstein aus Kalkstein soll senkrecht eine 50 cm breite und 30 cm hohe Gedenkplatte angebracht werden. Sie trägt die Aufschrift „Taufstein der Christus-König-Kirche, die von 1955 bis 2008 hier an der Sydowstraße stand“. Zusätzlich wird ein Ausspruch aus dem 1. Petrusbrief zitiert: „Lasst Euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen.“

Um den Taufstein herum ist, so Suttmeyer, eine Bepflanzung mit einer Taxushecke sowie kriechendem Kirschlorbeer geplant, der im Abstand von 1,50 m rundherum in einem Viereck gepflanzt werden soll – (auch) um Hunde fernzuhalten.

Den genauen Standort an der Sydowstraße legten Propst Wilhelm Zimmermann von der St.-Urbanus-Pfarrei, der frühere stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Theo Pierenkemper, Suttmeyer sowie Architekt Dr. Christian Schramm fest, dessen Büro den Entwurf für die Neubebauung entwickelt hatte. „Wir hatten das den Gläubigen der alten Christus-König-Kirche vor dem Abriss versprochen und wollen dies nun auch nach Abschluss der Neubaumaßnahmen einhalten“, so Pierenkemper. Der frühere Taufstein sei ganz bewusst als Teil der Erinnerungsstätte ausgewählt worden, da die Taufe als Grundlage der Kirche gelte.

In den nächsten zwei, drei Wochen sollen Taufstein und Gedenkplatte an der Sydowstraße montiert und eingeweiht werden.

Unter großer Anteilnahme wurde die Christus-König-Kirche im Sommer 2008 leergeräumt und schließlich abgerissen. Nur die liturgischen Geräte und die Reliquien aus den Altären kamen nach St. Urbanus. Letztere werden seither im Schrein des „Doms” aufbewahrt. Die Glocken wurden an eine Kirche in Kroatien verschenkt

 
 

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