Friedrich Siebenlist feiert Geburtstag

„Vor 20 Jahren bin ich zurückgekehrt zu den Wurzeln“, sagt Friedrich Siebenlist. 1996 war es, als der gebürtige Gelsenkirchener sich auf der Cranger Straße mit einem Elektro-Installations-Geschäft selbstständig gemacht hat. Ganz in der Nähe des Ortes, wo sich sein Vater bereits einen Namen als Elektro-Installateur gemacht hatte.

Zu ihrem Geschäft in Erle sind beide, Vater und Sohn, erst nach einigen Berufsjahren gekommen. Der Vater eröffnete 1968 als erster Siebenlist ein Geschäft auf der Cranger Straße. Drei Jahre, nachdem die Zeche Graf Bismarck geschlossen hatte. Dort hatte der Vater gearbeitet, bis die letzte Kohle zu Tage gefördert worden war. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte er, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen. 31 Jahre führte er dann seinen Laden in Erle.

Zunächst wollte Sohn Friedrich das kleine Unternehmen nicht weiterführen. Er arbeitete als Dozent und Lehrer. Doch 1996 wagte er den Neuanfang. Dort wo der Vater einst aufgehört hatte.

Inzwischen hat der Elektromeister sein Programm ausgeweitet. Von der Cranger Straße 305 ist er vor drei Jahren an die Cranger Straße 234-236 gezogen und hat das ehemalige Geschäft Porzellan Burghard übernommen. Auf 250 Quadratmetern bietet er jetzt auch hochwertige Geschenkartikel an. Neben dem „alten“ Sortiment. Bei Siebenlists kann man heute Leuchten kaufen, sich in Sachen Sonnenschutz beraten lassen und Rollladensysteme erwerben.

Übrigens steht nicht nur Friedrich Siebenlist hinter der Theke. Besonders stolz ist er auf seine Tochter Charlotte, die in diesen Tagen ihre Meisterprüfung bestanden hat, und nur das Unternehmen in der dritten Generation weiter führen wird.

Eine Reminiszenz an die Vergangenheit gönnt sich Friedrich Siebenlist in seinem Ladenlokal: Ein farbenfrohes Foto von einem Förderturm erinnert an die Bergbaugeschichte der Familie. Und zum 20-Jährigen feiert er heute mit Freunden und Wegbegleitern, wie man es im Ruhrgebiet liebt: mit Grillwürstchen und guter Musik.

 
 

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