Förderschule kooperiert mit Caritas

Damit bei Schülern bald nur noch die Köpfe rauchen, hat die Städtische Förderschule an der Bergmannsglückstraße einen Kooperationsvertrag mit der Caritas abgeschlossen. Alle Schüler sollen „nein“ zum Glimmstängel sagen. So wird das Anti-Rauch-Konzept der Schule durch das Caritas-Beratungsangebot zu „Sucht / Rauchen“ der Integrativen Fachberatungsstelle ergänzt.

An der Schule und umliegenden Haltestellen herrscht absolutes Rauchverbot für Schüler, Lehrer und Eltern. In der Praxis jedoch gibt es Schüler, die sich eine Kippe anstecken. Wer erwischt wird, muss die Anti-Rauchstunde besuchen; dennoch erweisen sich einige Schüler als beratungsresistent. Diese werden nun ab dem dritten Verstoß mit dem Einverständnis der Eltern an die Caritas-Beratungsstelle verwiesen.

Lehrerin Jasmin Böhm: „Viele fangen mit dem Rauchen an, um dazu zu gehören.“ Das gehe oft mit viel Unwissenheit daher. In der Anti-Rauchstunde wird daher aufgeklärt, warum Zigaretten schädlich sind. Das wirke besonders bei den Kleinen, so Böhm. Lehrerin Melanie Jung: „Uns ist es wichtig, dass gerade Grundschüler nicht mit dem Rauchen in Verbindung kommen.“ Die Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale/soziale Entwicklung unterrichtet Erst- bis Zehntklässler. Kommissarische Schulleiterin Ulla Petzolt: „Unsere Schüler haben Probleme, Regeln einzuhalten. Das spiegelt sich beim Rauchen wider.“ Die Beratung soll nun Gründe für das Rauchen ausloten und so einen Erkenntnisprozess in Gang setzen.

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