Finanzspritzen für Sportvereine

6000 Euro beträgt der städtische Zuschuss für 2016 an den Ländlichen Reit - und Fahrverein Buer. Der Spaß auf dem Rücken eines Pferdes ist natürlich unbezahlbar.
6000 Euro beträgt der städtische Zuschuss für 2016 an den Ländlichen Reit - und Fahrverein Buer. Der Spaß auf dem Rücken eines Pferdes ist natürlich unbezahlbar.
Foto: WAZ Fotopool
Für die Sportvereine sind sie unverzichtbar, die städtischen Zuschüsse auf Grundlage des Sportförderungsplans. Finanzspritzen zwischen 500 und 9000 Euro haben die Bezirksvertretungen West, Ost und Nord in der vergangenen Woche beschlossen.

Gelsenkirchen-West/-Ost/-Nord..  Für die Sportvereine sind sie unverzichtbar, die städtischen Zuschüsse auf Grundlage des Sportförderungsplans. Finanzspritzen zwischen 500 und 9000 Euro haben die Bezirksvertretungen West, Ost und Nord in der vergangenen Woche beschlossen. Kriterium für die Festlegung der Zuschusshöhe ist dabei jedoch nicht die Zahl der Mitglieder oder der Jugendanteil, sondern die Art, Größe und der Unterhaltungsaufwand der Sportstätten, so Gelsensport auf WAZ-Anfrage.

500 Euro für den 1125 Mitglieder zählenden SV Horst Emscher 08 (Jugendanteil: 52 Prozent) – und 3000 Euro für den 86 Mitglieder starken Bogensport-Club Gelsenkirchen mit einem Jugendanteil von 19 Prozent: „Diese Diskrepanz erklärt sich dadurch, dass Horst 08 die städtische Anlage Auf dem Schollbruch nutzt, für deren Unterhaltung sie jährlich bereits einen Zuschuss von 12 000 Euro erhält. Die 500-Euro-Spritze für 2016 dient dem Verein nur als Betriebskostenzuschuss für den vereinseigenen Container. Der Bogensport-Club hat dagegen eine vereinseigene 11 000 Quadratmeter große Grünanlage mit Clubanlage zu pflegen und zu erhalten“, erläutert Thomas Lauschke von der Gelsensport-Verwaltung.

Kontinuität gewährleisten

„Die Zuschüsse ergeben sich aus Einzelfall-Betrachtungen. Denn jede Sportanlage ist anders, die Palette reicht von der gemieteten Wohnung bis zum vereinseigenen 11 000 Quadratmeter-Gelände.“

Hauptanliegen der Sportförderung sei es, jedem die Ausübung seiner Wunschsportart zu erschwinglichen Mitgliedsbeiträgen zu ermöglichen – ganz im Sinne eines Breitensports. Für die Vereine gehe es derweil um Kontinuität und Verlässlichkeit in der Finanzierung.

Votum des Sportausschusses

„Dass der Bezirk Nord jährlich 30 000 Euro zu verteilen hat, Ost 18 150 Euro und West 5500 Euro, ist eine politische Entscheidung des Sportausschusses. In Nord gibt es nun mal auch viel mehr Sportvereine als in West“, so Lauschke. Die Vereine müssten jährlich Verwendungsnachweise vorlegen, die wiederum Grundlage für die Genehmigung des Antrags im Folgejahr seien.

So hat die Bezirksvertretung West auch jeweils 1000 Euro für den BC Schwarz-Blau Horst-Emscher 1957 und den Schachverein Horst-Emscher bewilligt.

1000 Euro für Box-Club Erle

In Ost wurden folgende Zuschüsse beschlossen: 5650 Euro (Reiterverein Gelsenkirchen), 6500 Euro (Erler Spielverein 08), 1000 Euro (Box-Club Erle 1949), 2000 Euro (Spielvereinigung Erle 1919), 1000 Euro (BSV Erle-Middelich 1896), 1000 Euro (BC Grün-Weiß Buer 1968), 100 Euro (RC Buer/Westerholt).

In Nord erhalten die Förderungen der SV Schwarz-Weiß Buer-Bülse 1931 (9000 Euro), BC Grüner Tisch Buer 1931 (5000 Euro), SV Buer 1769 (1500 Euro), Ländlicher Reit- und Fahrverein Buer (6000 Euro), BSV Buer-Bülse 1926 (3500 Euro), Zucht-, Reit- und Fahrverein Scholven (4000 Euro), BC Grün-Weiß Hassel 1957 (1000 Euro).

 
 

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