Festspiele auf Bergmannsglück

Danilo Cardoso (li.) und Carlos Sampaio haben sich mit ihren Tanzprojekten einen Namen auf Bergmannsglück gemacht.
Danilo Cardoso (li.) und Carlos Sampaio haben sich mit ihren Tanzprojekten einen Namen auf Bergmannsglück gemacht.
Foto: Caroline Seidel
Musik, Tanztheater und mehr: Das alles gehört zum Programm der „Bergmannsglücker Festspieltage“ vom 16. bis 18. Mai, die die Kulturnächte im Schatten der Galerie Alfred-Schmidt-Haus ablösen werden. Zu Gast werden auch Heinzelmännchen und Heinzelfrauen sein.

Gelsenkirchen-Hassel..  Sie wollen mehr sein als eine einzelne Kulturnacht und dauern doch nicht so lang wie eine ursprünglich für zwei Monate geplante Festspielzeit: Drei Tage haben Monika und Kira Schmidt, die den Anstoß für das Schalthaus-Projekt gegeben haben, für die „Bergmannsglücker Festspieltage“ reserviert. Hinter der Galerie Alfred-Schmidt-Haus und unweit des zukünftigen Schalthaus-Kulturstandortes auf dem ehemaligen Zechengelände treffen vom 16. bis 18. Mai wieder Kinder, Jugendliche, Erwachsene und junge Künstler unter freiem Himmel bei Musik und Tanztheater zusammen.

Heinzelmännchen und -mädchen

Im Mittelpunkt des eigentlichen Wochenendes, 17./18. Mai, steht die Sage von den Kölner Heinzelmännchen, die nicht nur nacherzählt, sondern auch mit den Mitteln des abstrakten Tanzes interpretiert wird. „Es ist unsere erste tänzerische Eigenproduktion in der Länge eines Theaterstück“, sagt Monika Schmidt. Für Choreographie und tänzerische Leitung des Projektes konnten Carlos Sampaio und Danilo Cardoso gewonnen werden, die auf Bergmannsglück seit den drei vergangenen Kulturnächten einen Namen haben. Sie haben mit befreundeten Tänzern aus ihrem Folkwang-Studiengang bereits in Essen mit den Proben begonnen, die demnächst in Räumen der Adventskirche fortgesetzt werden. Das Ensemble beachtet die Quote: Es werden Heinzelmännchen und Heinzelmädchen zu sehen sein. Während das Tanz-Projekt den Sonntag allein bestimmt, ist es am Tag zuvor Teil eines bunten Showprogramms, an dem alle Schalthaus-Künstler mitwirken. Darunter finden sich die Musiker der Schalthaus-Band und auch jene vier Mädchen aus Hassel und Buer, die für ihren professionell vorbereiteten Gesangs- und Tanzauftritt eng mit der Sängerin Wanda Kay zusammenarbeiten. Wie der Auftakttag zu den „Bergmannsglücker Festspieltagen“ künstlerisch ausgestaltet wird, bleibt, weil noch nicht alle Verträge unterschriftsreif sind, das Geheimnis von Monika und Kira Schmidt.

Umsonst und draußen

Aber auch für den 16. Mai werden sie ihrer programmatischen Linie treu bleiben. Monika Schmidt: „Wir wollen junge Künstler fördern und für unsere Eigenproduktionen mit Menschen aus der Region zusammenarbeiten.“ Getreu dem Motto: umsonst und draußen. Für ihr Engagement erfahren die beiden Macherinnen breite Unterstützung - finanziell durch das Kulturreferat der Stadt und den Kulturrucksack, ideell und per Muskelkraft durch die zahlreichen Helferinnen und Helfer auf und hinter der Bühne. Nicht auszuschließen ist, dass es auf Bergmannsglück in Zukunft auch Festspielwochen geben wird. Dann aber überdacht. Und weiterhin umsonst.

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