Der Müll, der Markt und jede Menge Ärger

„Die alten Holzlatten kommen in den nächsten Tagen weg“, sagen Ulrich W. Husemann, Betriebsleiter Gelsendienste, und  Firmensprecher Tobias Heyne (r.).
„Die alten Holzlatten kommen in den nächsten Tagen weg“, sagen Ulrich W. Husemann, Betriebsleiter Gelsendienste, und Firmensprecher Tobias Heyne (r.).
Foto: FUNKE Foto Services
Grünen-Politiker Karl Henke und Markthallen-Besitzer Thomas Bernau kritisieren den Dreck an der De-La-Chevallerie-Straße in Buer. „Die Kommunalpolitik muss auf die Stadt einwirken, dass das Umfeld am Bueraner Markt verschönert wird“, sagt Henke.

Hübsch sieht anders aus. In der einen Ecke lagern verrottete Holzplanken, am Fahrradständer am alten Eingang der Markthalle hängen die Reste eines alten Fahrrads, und an der Terrassenmauer schmiegen sich mit Graffiti beschmierte und mit Aufklebern verunstaltete Stromkästen.

„Es ist eine untragbare Situation“, sagt Grünen-Bezirksverordneter Karl Henke. Und schimpft über ein weiteres Ärgernis: die blaue Müllpresse, wo vom Pappkarton bis zum stinkenden Fisch der Abfall der Markthändler landet.

7,38 Tonnen Müll pro Woche

„Der Wochenmarkt in Buer ist der umsatzstärkste Markt mit dem höchsten Frischeanteil in Gelsenkirchen“, heißt es in einer von Gelsendiensten erstellten Vorlage für die Mitglieder der Bezirksvertretung Nord. Samstags werde der Markt in Spitzenzeiten von nahezu 10 000 Kunden besucht.

Das große Lebensmittelangebot bedinge einen entsprechend hohen Abfallanfall. „Im Juli 2013 fielen hier 7,38 Tonnen Abfall an, dies entspricht 1,85 Tonnen in der Woche“, so Gelsendienste. „Um das große Volumen unterzubringen, wird in Buer eine Müllpresse eingesetzt, die einmal pro Woche geleert wird“.

Kleiner Lichtblick

„Es müffelt vor sich hin“, sagt Henke und befindet sich in bester Kritiker-Gesellschaft. Der neue Eigentümer der Markthalle, Thomas Bernau, beklagt die Situation genauso und zahlreiche Bueraner haben die Missstände in den letzten Jahren wiederholt thematisiert.

Ein kleiner Lichtblick tut sich aber auf: „Die alten Holzbretter, die seit Jahren neben der kleinen Hecke lagerten, kommen weg“, sagt Tobias Heyne, Firmensprecher bei Gelsendienste. Und auch die Fahrrad-Relikte, die seit Tagen am Fahrradständer vor der Markthalle hängen, werden entsorgt, ergänzt der Betriebsleiter Ulrich W. Husemann.

„Die Kommunalpolitik muss auf die Stadt einwirken, dass das Umfeld am Bueraner Markt verschönert wird“, sagt Karl Henke.

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