Das Gelsenkirchener „Tor zum Münsterland“ wird saniert

Angelika Wölke
Im Jahr 2018 soll mit den Planungen begonnen werden, die Polsumer Straße (r.) zeitgemäß  umzubauen.
Im Jahr 2018 soll mit den Planungen begonnen werden, die Polsumer Straße (r.) zeitgemäß umzubauen.
Foto: www.blossey.eu
Mittel für den Umbau der Polsumer Straße sollen spätestens 2018 in den Haushalt der Stadt eingestellt werden. „Die Geschäftsstraße ist nicht mehr zeitgemäß“. Mitglieder der Bezirksvertretung-Nord befassten sich mit der Verkehrssituation im Gelsenkirchener Norden

„Das nördliche Tor zum Münsterland“, wie Bezirksbürgermeister Thomas Klaasmann die Polsumer Straße fast poetisch nannte, soll entschärft und verschönert werden. Das versprach Bettina Lenort, neue Abteilungsleiterin im Verkehrsreferat.

Auf Antrag von Karl Henke (Bündnis 90/ Die Grünen) befassten sich die Mitglieder der Bezirksvertretung-Nord mit der Verkehrssituation auf der Polsumer Straße. Henke will von Anwohnern erfahren haben, dass die Verbindungsstraße zwischen Buer und Polsum durch die Verkehrsinseln zu einer Rennstrecke geworden ist. Außerdem „bergen die schräg angelegten Parkbuchten vor allem bei der Ausfahrt ein heftiges Unfallrisiko“.

Nachts wird zuweilen gerast

Den Park-Aspekt will Bettina Lenort jetzt zunächst durch ihre Mitarbeiter überprüfen lassen. „Die schräg angelegten Parkbuchten vor den Discountern nehme ich jetzt mit“, versprach sie. „Hier kann man kurzfristig mit geringen Mitteln etwas ändern.“

Zum Unfallschwerpunkt wollte sich die Referatsleiterin nicht konkret äußern. Tagsüber sei das Verkehrsgeschehen eher unauffällig, erklärte sie. „Nachts haben wir bei Messungen aber zum Teil erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt.“ Da es sich um eine Landesstraße und keine städtische Straße handelt, wolle sie sich in Nachbarkommunen erkundigen, ob es dort ähnliche Probleme gibt. Dennoch soll sich langfristig an der „zentralen Versorgungsstraße“ etwas ändern.

Parkkonzept für den Marktplatz

Das Erscheinungsbild der Polsumer Straße sei nicht mehr zeitgemäß. Schließlich wurde die Straße 1992 von einer vierspurigen Straße auf eine zweispurige zurückgebaut. „Das städtebauliche Erscheinungsbild ist im Jahr 2016 – 24 später – schwer sanierungsbedürftig. Für 2018 versprach die Referatsleiterin, Mittel in den Haushalt einzustellen, um die Straße zu sanieren.

Neben der Polsumer Straße war auch der August-Schmidt-Platz Thema in der Bezirksvertretung. Die Verwaltung sollte der Politik mitteilen, wie nach der Umgestaltung (die WAZ berichtete) die wegfallenden Parkflächen auf dem Marktplatz in Hassel in den umliegenden Straßen kompensiert werden können. Die Erklärung der Verwaltung, dass täglich nicht mehr als vier bis fünf Pkw dort zeitgleich abgestellt und somit die geplanten acht Stellplätze ausreichen würden, sahen die Politiker nicht so. Sie beauftragten die Verwaltung etwas sauer und einstimmig, für die nächste Sitzung am Donnerstag, 3. März, ein Parkkonzept für das gesamte Umfeld zu erstellen.