Chansons unterm Förderturm

Die Gesenkirchener Chansonsängerin Maegie Koreen singt ihre "Lieder aus der Heimatstadt" vor Industriekulisse.
Die Gesenkirchener Chansonsängerin Maegie Koreen singt ihre "Lieder aus der Heimatstadt" vor Industriekulisse.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen-Buer. Dem Ruhrpott seine Lieder schmettern, wat Leckeret auffe Gabel bekommen, mit dem Publikum plaudern und die Gäste zu eigenen Beiträgen überreden: Die Gelsenkirchener Chansonsängerin Maegie Koreen hat sich viel vorgenommen, um ihre „Lieder aus der Heimatstadt“ in Buer zu präsentieren. Die Kulisse dafür könnte passender nicht sein: die Maschinenhalle von Schacht 2 des ehemaligen Bergwerks Hugo.

„Mensch, Ruhrpott!“ heißt das Programm, mit dem Maegie Koreen schon mehrfach unterwegs war. Am Freitag, 27. April, will sie einen ganz großen musikalischen Bogen spannen - von Kurt Tucholskys Bergmannslied über Fred Endrikats Bergmannskuh bis Grönemeyers „Currywurst“. Drei weitere Aufführungen stehen am: 29. Juni, 24. August und 26. Oktober. Doch diese Termine sind keine bloßen Wiederholungen. Maegie Koreen: „Ich will die Menschen mit ins Programm nehmen - mit eigenen Gedichten, Anekdoten und Musik.“

Publikum soll mitmachen

Literarischer Tiefgang darf ebenso wenig fehlen wie der Spaßfaktor. Das Publikum ist zum Mitmachen aufgefordert. Maegie Koreen: „Ich will mit den Zuhörern ein Lied einstudieren und dann gemeinsam den Maschinenraum zum Wackeln bringen.“ Zweimal 45 Minuten dauert das Programm, mit einer Pausen dazwischen, in der Revierkoch Heinrich Wächter ein paar Happen servieren wird - Currywurst, natürlich.

Die Sängerin ist fasziniert von der Maschinenhalle, die Museum, Erinnerungsort und Bühne gleichzeitig ist. Und die - bei maximal 160 Plätzen - eine ganz intime Nähe möglich macht, trotz der großen Dimensionen. „Das ist einzigartig, das ist nicht zu toppen“, schwärmt die Sängerin.

Etwas anbieten, was es woanders nicht gibt

Klaus Herzmanatus, Vorsitzender des Trägervereins, freut sich über die Zusammenarbeit. Auf diese Weise werde das ehrenamtliche Engagement der ehemaligen Bergleute erst möglich gemacht. In vielen Stunden und mit noch mehr Muskelkraft haben die Kumpel um Klaus Herzmanatus am Brößweg 36 einen Treffpunkt geschaffen, der auch Platz bietet für Kleinkunst und andere Genres. „Wir wollen etwas anbieten, das es in dieser Form woanders nicht gibt. Und wir wollen dabei nicht in Konkurrenz treten zur Kaue, zum Consol Theater, zur Zeche Zollverein oder zum Bergbaumuseum“, erläutert Klaus Herzmanatus.

Der Vorverkauf für die insgesamt vier Veranstaltungen hat bereits begonnen. Eintrittskarten (18 Euro) gibt es dienstags von 10 bis 18 Uhr im Kleinen Museum an der Eschweiler Straße 47 sowie im Autohaus Turowski an der Devesestraße 65 und an der Lockhofstraße 4. „Mensch, Ruhrpott!“ beginnt jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Wer das Programm mit eigenen Beiträgen ergänzen will, stellt den Kontakt zu Magie Koreen über den Trägerverein her: hugoschacht2@aol.com lautet die E-Mail-Adresse.

 
 

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