Bewegung hinter der Zechenkulisse

Foto: Thomas Schmidtke
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Gelsenkirchen-Hassel..  Die vier Dienstleistungsunternehmen des Wohnungskonzerns Vivawest, Haus Vogelsang, Handwerkerzentrum, Skibatron und Marienfeld, haben im Herbst an ihrem gemeinsamen Standort Bergmannsglückstraße in der ehemaligen VKR-Hauptverwaltung ihre Arbeit aufgenommen. Auf der anderen Seite der Straße sind auf dem Zechengelände bereits einige Hallen bezogen worden für die Fuhrparks dieser Firmen. Diesen Aktivitäten zum Trotz: Das Verfahren für den Bebauungsplan, der die neue Nutzung von Teilen dieses Geländes regeln soll, ist noch nicht abgeschlossen. Gleichwohl existieren Ideen, die die Brachflächen des benachbarten Eon-Areals als Ausweichquartier für Teile des Containerdorfes an der Ulfkotter Straße ins (Plan-)Spiel gebracht haben. So wirkt sich das Aussetzen des Bebauungsplans für die Norderweiterung von BP in Scholven direkt aus auf die Pläne für Bergmannsglück.

Dass wieder Leben auf dem Zechengelände eingekehrt ist, stellen vor allem die direkten Anwohner der Bergmannsglückstraße seit einigen Monaten fest: Betriebsfahrzeuge, die morgens das Gelände verlassen, und am Nachmittag oder Abend zurückkommen. Der Zusammenschluss von Evonik Wohnen und THS zu Vivawest-Konzern hat sich offenbar positiv auf die Kommunikation zwischen unmittelbaren Anwohnern und Unternehmenszentrale ausgewirkt: Nicht mehr fixiert auf die Geschäftsführung nur eines Unternehmens, fällt es jetzt offenbar leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dieser Austausch ist auch dringend erforderlich, gilt es doch eine Lösung zu finden für die verkehrliche Anbindung des Bergmannsglück-Geländes. Die Forderung der Politik, die Erschließung möglichst weit im Norden zu realisieren, wird wohl kaum erfüllt. Wie zu hören ist, wurde die Variante, den Kreisverkehr Bergmannsglück-/Pawiker Straße mit einem zusätzlichen Abzweig auszustatten, verworfen. Sollten einige der Containerdorf- Firmen zu Eon/Bergmannsglück tatsächlich umziehen und sich in Richtung Körnerstraße niederlassen, müsste die Zuwegung entsprechend dimensioniert und mehr sein als eine herkömmliche Betriebszufahrt. Zudem müsste die Verkehrsbelastung vor der Erteilung des Baurechts noch in einem Verkehrsgutachten untersucht werden.

Ob der Umzug der Fremdfirmen von Scholven nach Hassel notwendig wird, hängt vom Ausgang der Benzol-Messungen ab. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Sollte sich herausstellen, dass die Überschreitung der Grenzwerte nur eine Ausnahme war und die Belastung dauerhaft unter dem Schwellenwert liegt, würde das Planverfahren für die Norderweiterung wieder aufgenommen.

Über den Fortgang der Planungen für das Bergmannsglück-Gelände sollen die Anwohner in naher Zukunft auf einer Bürgerversammlung informiert werden.

 
 

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