Bergmannsglücker Festspiel-Mix gelingt

Kinder-Theaterstück oder Ballett? Beides! Die Bergmannsglücker Festspiele warteten mit einer tänzerischen Eigenproduktion auf: „Die Heinzelmännchen von Köln“, getanzt von Studenten der Folkwang-Universität. l
Kinder-Theaterstück oder Ballett? Beides! Die Bergmannsglücker Festspiele warteten mit einer tänzerischen Eigenproduktion auf: „Die Heinzelmännchen von Köln“, getanzt von Studenten der Folkwang-Universität. l
Foto: WAZFotoPool

Gelsenkirchen-Hassel..  Drei Tage, voll gespickt mit Kultur unterschiedlicher Genres: Tanz, Gesang und ausgelassene Stimmung standen auf dem Programm der ersten Bergmannsglücker Festspieltage, die am Schalthaus in Hassel abwechslungsreich über die Bühne gingen. Die Initiatorinnen Monika und Kira Schmidt, schon verantwortlich für die Kulturnächte in den letzten drei Jahren, hatten ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, das die Besucherinnen und Besucher begeisterte.

Der Samstag war der Haupttag der Veranstaltung auf dem Gelände der einstigen Zeche Bergmannsglück: Am Nachmittag führten Studenten der Folkwang-Universität erstmals das Ballett „Die Heinzelmännchen von Köln“ auf – die erste tänzerische Eigenproduktion des Schalthauses. Das Stück brachte die kindliche Geschichte der Heinzelmännchen auf die Bühne, die nachts im Geheimen die Arbeiten der Handwerker von Köln erledigen – bis sie entdeckt werden und verschwinden.

Gesangs-Diva Wanda Kay

„Die Choreografie von Danilo Cardoso ist sehr gelungen“, lobte Monika Schmidt die Arbeit des Tänzers, der schon bei den letzten Kulturnacht dabei war, und die der anderen Akteure: „Die Folkwangstudenten sind allesamt Wahnsinnstänzer. Wir hoffen, dass wir die Produktion auch in andere Städte bringen können, etwa nach Köln.“ Die Kombination von Kindermärchen und Balletttanz fand auch beim Publikum Anklang.

„Ins Herz geschlossen“

Die Band „Blue Ink“ führte in den Abend hinein. Die Nachwuchskünstler aus Dorsten spielten selbstgeschriebene Popmusik, bevor „Gesangs-Diva“ Wanda Kay mit vier Hasseler Schülerinnen die Bühne enterte. Die Mädchen Johanna, Kathrin, Kim und Melina hatten mit Wanda Kay ein ambitioniertes Lied-Pogramm ausgearbeitet – ein Projekt zur Förderung von Nachwuchssängerinnen. Die Mädels im Alter von 13 bis 16 Jahren hatten sichtlich Spaß bei ihren Auftritten, bei denen sie bekannte Popsongs coverten. Wie das Publikum war auch „Lehrerin“ Wanda Kay von ihnen angetan: „Ich habe jede einzelne ins Herz geschlossen.“

„Wir wollen junge Menschen fördern und gleichzeitig mit Künstlern zusammenbringen, sodass sie möglichst viel für ihre Zukunft mitnehmen können“, erläuterte Monika Schmidt die Ziele der Kultureinrichtung. Entsprechend lag der Schwerpunkt der Festspiele auf der Jugendarbeit. „Mit unserer dreitägigen Veranstaltung möchten wir junge Leute der Kultur näherbringen“, so Monika Schmidt. Bei den ersten Bergmannsglücker Festspielen jedenfalls konnte das junge Programm überzeugen – sowohl in Tanz wie auch im Gesang.

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