Bergmannsglück vor dem Abriss

Der größte Teil der Gebäude der ehemaligen Schachtanlage Bergmannsglück in Hassel steht vor dem Abriss.
Der größte Teil der Gebäude der ehemaligen Schachtanlage Bergmannsglück in Hassel steht vor dem Abriss.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen-Hassel..  Die Tage der Bergbau-Kulisse Bergmannsglück sind gezählt: Voraussichtlich ab Mai werden die Bagger anrollen, um den größten Teil der Gebäude der ehemaligen Schachtanlage in Hassel abzureißen. Einzelheiten zum Abriss und Hinweise auf die zukünftige Entwicklung des Areals sollen am Mittwoch, 13. März, auf einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Die schlechte Nachricht vorweg: Die Torhäuser und auch die Halle, die der Gemeinschaft Bergmannsglücker Vereine ein neues Zuhause geben sollte, sind nicht zu retten. Dietrich Schulz, Geschäftsführer der Vivawest Dienstleistungen GmbH: „Wir müssen auf Aufwand und Ergebnis achten. Deshalb sind die Torhäuser nicht nutzbar.“ Eine Nachricht, die die Anlieger der Bergmannsglückstraße traurig stimmen wird. In zahlreichen Gesprächen mit den Anwohnern habe man aber um Verständnis für diese unternehmerische Position geworben, so Schulz. Dabei habe er den Eindruck gewonnen, dass ein großes Maß an Transparenz entstanden sei. Gutachterlich belegte Probleme mit der Statik hätten zu der Entscheidung geführt, dass die Halle, in der das Prüfwesen der Zeche untergebracht war, dem Vereinsverbund nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Erhalten bleibt dagegen die Maschinenhalle am jetzigen Zugang zum Zechengelände, Schulz: „Es wird die Möglichkeit bestehen, dass man die Fördermaschine in Zukunft besichtigen kann.“

Die Erschließung des Areals wird den Plänen zufolge in Richtung Norden verlegt, aber nicht so weit, dass die Zufahrt über das Eon-Gelände erfolgen könnte. „Sie wird über den Streifen zwischen dem Eon- und dem RAG-Gelände führen“, erläutert Schulz. Und eben dort stehen die Torhäuser dieser Lösung buchstäblich im Weg.

Der Abriss der Gebäudezeile soll aber nicht zwangsläufig Platz schaffen für Neubauten. Auf dem Areal könnten laut Bebauungsplan Gewerbebetriebe ohne erhöhte Lärm- oder Geruchsbelästigungen entstehen. Von dieser Möglichkeit oder dem Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes soll aber kein Gebrauch gemacht werden. Dietrich Schulz: „Vielmehr ist daran gedacht, die Flächen landschaftsgärtnerisch zu gestalten.“ Zum Beispiel als Ansichts- und Übungsflächen für das Unternehmen Haus Vogelsang. Schulz ist der festen Überzeugung: „Das, was dort auf Bergmannsglück entstehen wird, sieht dann besser aus als das, was da ist.“

 
 

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