Bei der Integration immer am Ball

Peter Marnitz
Foto: Sebastian Konopka
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Gelsenkirchen-Horst. Es war das Mädchenfußball-Team, das die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer, auf die Gesamtschule Horst aufmerksam machte. Denn im Gegensatz zur Nationalmannschaft der Fußball-Frauen, hat das Horster Mädchen-Team in diesem Jahr einen Preis gewonnen – nämlich den Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes. Was es mit der Integration von Migranten und den Fußballerinnen auf sich hat, darüber informierte sich die Staatsministerin jetzt vor Ort bei einem Besuch der Horster Gesamtschule.

Natürlich waren die Schülerinnen aus dem preisgekrönten multikulturelle Mädchenteam die ersten Ansprechpartnerinnen des Gastes aus Berlin, entsprechen sie doch der Forderung von Maria Böhmer: „Für den Zusammenhalt unseres Landes ist es wichtig, dass sich junge Migrantinnen in unsere Gesellschaft einbringen – auch beim Sport. Fußball ist ein Integrationsmotor.“

Die Schule ließ es sich natürlich nicht nehmen, dem ministerialen Besuch zu zeigen, dass Integration in Horst nicht nur eine sportliche Angelegenheit ist. So konnte man die Integrationsbeauftragte damit beeindrucken, dass es an der Gesamtschule schon seit mehreren Jahren einen gut funktionierenden Integrations-Ausschuss gibt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, in allen Bereichen des Schullebens kulturelle Grenzen zu überwinden. Maria Böhmer: „ So etwas kenne ich von keiner anderen Schule. Das ist beispielhaft!“

Zu den Erfolgen des Integrations-Engagements, für das sich Schüler, Lehrer, Eltern und benachbarte Vereine ins Zeug legen, gehören unter anderem Patenschafts-Projekte, und interkulturelle Feste. Dass sich so geförderte Gemeinsamkeit auch hören lassen kann, davon überzeugte die Brass-Band der achten Jahrgangsstufe die Berliner Ministerin lautstark mit „swingenden“ Argumenten.