An der Hugobahn steht der Lückenschluss kurz bevor

Der Bau des letzten Teilstücks kostet knapp 800 000 Euro. Ein Großteil des Geldes wird für die Sanierung der Brücke über die Straße Sutumer Brücken benötigt.
Der Bau des letzten Teilstücks kostet knapp 800 000 Euro. Ein Großteil des Geldes wird für die Sanierung der Brücke über die Straße Sutumer Brücken benötigt.
Foto: Thomas Gödde
  • Die Hugobahn ist ein beliebter Radweg abseits des Autoverkehrs zwischen Buer und Sutum
  • Arbeiten zur Schließung der letzten Lücke in der Trasse haben kürzlich begonnen
  • Ab 2017 können die Radwege an Kanal und Emscher ohne Umwege erreicht werden

Gelsenkirchen-Buer..  Acht Jahre ist es her, dass das vorletzte Teilstück der Hugobahn als Spazier- und Radweg für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Die Trasse endete, aus Richtung Buer kommend, im Hintergelände des Sutumer Friedhofes vor einem Stahlmattenzaun.

Radfahrer auf dem Weg zum Rhein-Herne-Kanal mussten von dort einen Umweg durchs Gewerbegebiet über die Pfeilstraße, Schäferstraße und Theodor-Otte-Straße fahren. Die alljährliche Nachfrage beim Regionalverband förderte seitdem immer nur diese Antwort zu Tage: Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über den Grunderwerb sind noch nicht abgeschlossen.

Das Brückenbauwerk ist eingerüstet

Wer in diesen Tagen von der Straße Sutumer Brücken oder von der Brücke der Kurt-Schumacher-Straße auf die Überführung der ehemaligen Zechenbahn blickt, wird mit Erstaunen feststellen: Dort tut sich was. Das Brückenbauwerk ist eingerüstet, parallel zu den Gleisen der Bahn ist die Trasse des letzten Teilstücks bereits deutlich zu erkennen.

Barbara Klask, Sprecherin des Kommunalverbands Ruhrgebiet (RVR), bestätigt: „Die Brücke ist bereits eingehaust, die Sanierung hat begonnen.“ Auch wenn es einen offiziellen Eröffnungstermin nicht geben wird: Barbara Klask ist zuversichtlich, dass das verbliebene Teilstück voraussichtlich Anfang 2017 fertig gestellt sein wird und dann von Radfahrern und Spaziergängern durchgängig zwischen Buer und Sutum genutzt werden kann.

Lückenschluss über eine Länge von 1000 Metern

Für den rund 1000 Meter langen Lückenschluss veranschlagt der Regionalverband Kosten in Höhe von 771 000 Euro. Ein Großteil davon, nämlich 542 000 Euro, stammen aus öffentlicher Förderung. In der Gesamtsumme sind auch die Kosten für die Sanierung der Brücke enthalten, die die Verbindung zwischen dem Lückenschluss und dem Anschluss zum Radweg an der Nordseite der Emscher bis zur Uechtingstraße herstellt. Dort, aber auch in Sutum, besteht die Möglichkeit, auf das regionale Wegenetz beiderseits des Rhein-Herne-Kanals zu wechseln.

Signaltechnik bremste Vorhaben aus

Es waren aber nicht nur die Verhandlungen über den Grunderwerb eines etwa 200 Meter langen Abschnitts im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Hugo, die den Bau des Lückenschlusses ausgebremst haben. Und es galt, dort ein technisches Problem aus der Welt zu schaffen. Obwohl die Gleisanlagen bereits außer Betrieb waren, blieb die Signaltechnik immer noch aktiv. Ende 2013 konnte der RVR dann vermelden, dass die Bezirksregierung eine Förderzusage gemacht hat.

 
 

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