Zukunft der Après-Ski-Party in Warmen nach Randale offen

Die Ruhrtalschützen in Warmen beim Arbeitseinsatz vor ihrer Schützenhalle. Das Gebäude ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen.
Die Ruhrtalschützen in Warmen beim Arbeitseinsatz vor ihrer Schützenhalle. Das Gebäude ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen.
Foto: DITTRICH, Karl
Nach der Randale bei der Après-Ski-Party in Warmen denken die Schützen als Veranstalter darüber nach, welche Konsequenzen zu ziehen sind.

Fröndenberg.  Der Schützenverein Ruhrtal Warmen stellt sich nach der Randale bei der Après-Ski-Party in der Nacht zu Sonntag die Frage, ob es eine Fortsetzung der Veranstaltung gibt. Am Donnerstag soll eine Entscheidung fallen.

Vor der Schützenhalle hatte es laut Polizei mehrfach Schlägereien gegeben. Die Polizei hatte die Party nach eigenen Angaben Sonntagfrüh um drei Uhr beendet. Der Vorsitzende des Schützenvereins, Uwe Kock, betonte gegenüber der WP, der Veranstalter habe die Sause selbst beendet. Er fügte hinzu: „Leider mussten alle Besucher beim Verlassen der Halle mit ansehen, welches Polizeiaufgebot außerhalb des Geländes circa 200 Meter entfernt stand.“

Eine Menge Anzeigen

Bei der Randale am Rand der Party mit DJ Jan – vor der Halle – waren vier Menschen verletzt worden, darunter ein Polizist. Es gab Anzeigen wegen teilweise gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und Drogen-Delikten. Polizeisprecher Thomas Röwekamp in Unna zur WP: „Eine Person wurde in Gewahrsam genommen.“ Sie ist inzwischen wieder frei.

Ordnungsamt: Veranstalter erfüllte alle Auflagen

Ordnungsamtschef Christoph Börger sagte der WP, der Veranstalter habe alle Auflagen erfüllt. So habe der Schützenverein einen Sicherheitsdienst organisiert, der das Publikum vor dem Betreten der Halle kontrolliert habe. Grundsätzlich sei der Veranstalter einer Party verantwortlich für das, was in der Halle, aber auch auf dem Grundstück passiert. Die Stadt Fröndenberg wolle die Unterlagen der Polizei anfordern. Außerdem sei ein Gespräch mit der Ordnungsbehörde geplant.

Tipps für Party-Gänger

Polizeisprecher Röwekamp gab Party-Besuchern Tipps, wie sie sich schützen können. „Wenn man sich bei einer Veranstaltung befindet und merkt, dass es zu einer Auseinandersetzung kommt, sollte man sollte das Sicherheitspersonal informieren und gegebenenfalls die Polizei, sofern noch nicht geschehen“, sagte er.

Röwekamp ergänzte: „Wenn die Möglichkeit besteht, in einer Gruppe diese Veranstaltungen zu besuchen, kann man vereinbaren, wie man aufeinander aufpasst.“ Weiter erklärte er: „Wenn sich Konfrontationssituationen ergeben, sollte man diese möglichst vermeiden beziehungsweise versuchen, die Situation zu verlassen.“

Eine Voraussetzung für eine nette Party-Nacht sei „ein sensibler Umgang mit Alkohol“.

Genau das war bei einem Teil der insgesamt 700 Gäste in Warmen nicht der Fall. Einige Besucher kamen bereits angetrunken.

 
 

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