Treibstoffmangel Ursache für Flugzeugabsturz bei Fröndenberg

Das Flugzeug stürzte am 27. August 2013 auf den Ruhrwiesen zwischen Wickede und Fröndenberg ab.
Das Flugzeug stürzte am 27. August 2013 auf den Ruhrwiesen zwischen Wickede und Fröndenberg ab.
Foto: Andreas Dunker
Fünf Tote forderte ein Flugzeugabsturz im August 2013 bei Fröndenberg. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) legt ihren Bericht vor.

Fröndenberg/Braunschweig. Der Absturz eines einmotorigen Privatflugzeuges vom Typ Piper am 27. August 2013 auf den Ruhrwiesen zwischen Fröndenberg und Wickede-Wimbern ist auf Treibstoffmangel zurückzuführen. Das geht aus dem Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor, der der WESTFALENPOST vorliegt.

Auf dem Rückflug von Langeoog verunglückt

Bei dem Unglück waren der 59-jährige Pilot, zwei Frauen im Alter von 72 und 34 Jahren sowie zwei Kinder ums Leben gekommen. Zwei Kinder, darunter ein 16 Monate altes Mädchen, überlebten den Absturz. Alle stammen aus dem Raum Neheim und Hüsten.

Die Maschine war auf dem Rückflug von der Insel Langeoog zum Flughafen Arnsberg-Menden. In dem Bericht der BFU heißt es, „dass der Pilot das Flugzeug beim Betanken nicht mit für die Gesamtflugstrecke ausreichender Kraftstoffreserve versah und vor dem Start in Langeoog die noch vorhandene Kraftstoffmenge nicht hinreichend genau überprüfte“. Auch habe der Pilot nach dem Triebwerksausfall trotz erreichbarer, geeigneter Notlandemöglichkeiten versucht, „den Zielflugplatz noch zu erreichen“.

"Zu wenig Reserve eingeplant"

Jens Friedemann, der die Unfalluntersuchung geleitet hat, sagt: „Der Pilot hat für die Gesamtstrecke zu wenig Reserve eingeplant.“ Die Maschine war zunächst in Dortmund gestartet, hatte in Arnsberg-Menden einen Zwischenlandung gemacht, um dann nach Langeoog und wieder zurück zu fliegen.

 
 

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