Radstation wird automatisiert

Die Flugmodellausstellung in der Hönnetalhalle lockte mehr Modellbau-Begeisterte aus der Region an als die Veranstalter erwartet hatten.
Die Flugmodellausstellung in der Hönnetalhalle lockte mehr Modellbau-Begeisterte aus der Region an als die Veranstalter erwartet hatten.
Foto: WP

Fröndenberg.  Die Radstation am Bahnhof Fröndenberg wird umgebaut. Es sollen 60 Rad-Plätze mit automatischem Zugang geschaffen werden. Hintergrund ist, dass Personal abgebaut werden muss. Weil die Arbeitsmarktfördermittel als wichtige Voraussetzung für den Betrieb der Radstationen stark gekürzt wurden, können die Stationen im Kreis derzeit nicht mehr kostendeckend arbeiten. In Fröndenberg gibt es drei Maßnahmeplätze, von denen zwei besetzt sind. Wie die personelle Besetzung in Zukunft aussehen wird, dazu mochte DasDies-Geschäftsführer Maciej Kozlowski noch keine konkrete Aussage machen.

Ein Teil der Radstationen im Kreis Unna hingegen wird finanziell gestützt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um touristisch relevante Stationen wie die in Fröndenberg, sondern um Stationen, die im Berufsverkehr relevant sind. Der Kreistag hat eine Finanzierungsbeteiligung des Kreises an den Betriebskosten der Radstationen an den Bahnhöfen in Kamen, Unna, Schwerte, Bönen und Lünen sowie in der Lüner Innenstadt in Höhe von 60.000 Euro beschlossen. Voraussetzung für die Auszahlung der Mittel ist, dass sich die jeweiligen Kommunen ebenfalls verbindlich zur Finanzierung der anderen Hälfte des Defizits verpflichten. Mit der Förderung ist die Festanstellung von Stammpersonal zunächst gewährleistet. Außerdem sind Öffnungszeiten von montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr gesichert.

In Fröndenberg dagegen wird ausgedünnt. Nur wie, das soll sich herausstellen, sobald die automatische Radstation läuft. Außerdem hängen die Öffnungszeiten noch davon ab, mit welchem Personal das Radhotel zur neuen Saison betrieben wird. „Wenn wir hierfür jemanden mit dem nötigen Fahrrad-Fachwissen finden, können wir uns mindestens eine Teilzeit-Stelle vorstellen“, sagt Maciej Kozlowski.

In den nächsten Wochen soll der Umbau im Bahnhof beginnen. Der Bereich, in dem sich jetzt die Radstation befindet, wird komplett umgekrempelt und mit den automatisch zugänglichen Stellplätzen bestückt. Räume, in denen sich noch Büros befinden, werden zur Werkstatt umfunktioniert.

Mit kostenlosem Schnupperparken soll den Rad-Pendlern die neue Möglichkeit schmackhaft gemacht werden. Angesprochen sind übrigens nicht nur Pedalritter aus Fröndenberg, sondern auch aus der Nachbarstadt Menden.

 
 

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