Infoabend „Kanal dicht“: Riesenansturm

Kanal dicht: Voll besetzt war die Gesamtschulaula bei der Infoveranstaltung der Siedlergemeinschaft Springstraße. Foto: Jana Schoo
Kanal dicht: Voll besetzt war die Gesamtschulaula bei der Infoveranstaltung der Siedlergemeinschaft Springstraße. Foto: Jana Schoo
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Fröndenberg.. (js) Es hat bereits für hitzige Diskussionen gesorgt. Betroffen sind viele Fröndenberger, so recht Bescheid wusste aber bislang niemand: Hauseigentümer müssen laut Gesetz bis spätestens 2015 die Dichtheit ihrer privaten Hausabwasseranschlüsse nachgewiesen haben. Weil Teile Fröndenbergs Wasserschutzgebiet sind, werden die Nachweise hier sogar noch früher fällig. Für regelrechte Besucheranstürme und ein immenses Interesse sorgte deshalb eine Informationsveranstaltung der Siedlergemeinschaft Fröndenberg-Springstraße in der Aula der Gesamtschule. Mehr als 300 Interessierte kamen, 100 weitere Besucher mussten wegen Platzmangels nach Hause geschickt werden.

Uwe Kock ist ein Fröndenberger, den das umstrittene Gesetz direkt betrifft. Der Hausbesitzer lebt im Stadtteil Warmen nahe der Ruhr und ist deshalb verpflichtet, bereits bis 2012 der Kommune ein Zertifikat über die Dichtheit seiner Anschlüsse vorzulegen. „Der Druck ist da. Ich weiß, dass ich etwas tun muss“, sagt Kock. Zwar hatte er sich bereits sporadisch über das Thema informiert, die Veranstaltung „Kanal dicht“ war für ihn dennoch mehr als hilfreich. „Jetzt weiß ich, was es für Möglichkeiten gibt, was genau ich tun muss und welche Kosten auf mich zu kommen“, sagt der Fröndenberger. Vor allem die anfallenden Kosten hatten bisher viele Bürger auf die Barrikaden getrieben. Denn bis es fallen durchaus Beträge im hohen vierstelligen Bereich an.

Zweieinhalb Stunden lang versorgten Wolfgang Geiseler, von der Stadt Fröndenberg, Heiko Möller von der Firma Lobbe und Franz-Peter Gerlach von der Sparkasse Fröndenberg die Betroffenen mit den nötigen Informationen zum Verfahren, der Durchführung und den Kosten. Die ausführliche und informative Veranstaltung ließ kaum Fragen offen. Uwe Kock ging zufrieden nach Hause: „Ich fühle mich gut informiert.“

Aufatmen können auch alle jene, die am Donnerstag nach Hause geschickt wurden: Die Siedlergemeinschaft kündigte eine zweite Veranstaltung im nächsten Jahr an, wenn der Rat die entsprechende Satzung verabschiedet hat. Vorsitzender Gerd Weigel: „Es tut uns leid, dass nicht alle einen Platz gefunden haben.“

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