Bahnhof: Warten auf Tunnelsanierung

Der Tunnel soll im Zuge der Modernisierungsoffensive 2014 saniert oder durch ein Brückenbauwerk ersetzt werden. Foto: Birgit Helmers
Der Tunnel soll im Zuge der Modernisierungsoffensive 2014 saniert oder durch ein Brückenbauwerk ersetzt werden. Foto: Birgit Helmers
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Fröndenberg. Von 49 Bahnhöfen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) profitiert die Fröndenberger Station am meisten von der neuen Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe. Mit 10,6 Millionen Euro soll in der Ruhrstadt der größte Betrag eingesetzt werden.

In den Zug steigen, diese Formulierung trifft in Fröndenberg den Nagel auf den Kopf. Denn wer Bahn fahren möchte, muss sein Abteil erstmal erklimmen. Mit Gepäck kann das mitunter ein mühsames Unterfangen sein. Eine Bahnsteigerhöhung auf 76 Zentimeter soll Abhilfe schaffen. Und das ist nicht die einzige vorgesehene Maßnahme der so genannten Modernisierungsoffensive 2, die Deutsche Bahn und die alte schwarz-gelbe Landesregierung angestoßen haben. Bevor Bahnfahrer aber schon jetzt jubilieren, sei auf den Zeitplan hingewiesen: Vor 2014 werden die Bauarbeiten nicht beginnen. Doch schon im nächsten Jahr sollen die ersten Mittel für die Planungskosten fließen.

Der Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Zugabteil ist nicht die einzige Hürde für Bahnreisende. Für Behinderte ist der Tunnel ein Problem. Drei Aufzüge sollen es lösen. Und damit keiner mehr im Regen steht, ist vorgesehen, die Dächer zu sanieren und auf Zug-Länge anzugleichen. Neue Beleuchtung soll Licht ins Dunkle bringen. Und wo schon das Stichwort „dunkel“ fällt, geht es auch an die Unterführung, für die auch die Bezeichnung „Pinkelrinne“ durchaus zutreffend ist. In den 10,6 Millionen Euro ist auch die Tunnelsanierung einkalkuliert.

Die Stadt Fröndenberg hat im Rahmen eines ersten Planungsgespräches vorgeschlagen, statt der Tunnelsanierung ein oder zwei gleisüberschreitende Zugangsbrücken zu errichten. „Die sind zwar teurer, gewährleisten aber eine höhere soziale Kontrolle“, sagt der zuständige Teamleiter Paul-Gerhard Kollhorst von der Stadt. Der NWL hat zugesagt, zwei Varianten zu planen, um die Kosten abwägen zu können. Doch bis tatsächlich gebaut wird, dauert es noch rund vier Jahre.

 
 

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