Zweieinhalb Jahre Haft für sexuelle Nötigung in der Nord-City

Foto: Essen
  • Für brutale Attacke auf Frau in Nord-City muss Claudiu T. aus Rumänien zweieinhalb Jahre ins Gefängnis
  • Am 10. Januar hatte er Passantin mit Softair-Pistole bedroht, geschlagen, gewürgt und versucht auszuziehen
  • Angeklagter hatte zwei Promille Alkohol im Blut, aber das wurde nicht mildernd berücksichtigt

Essen.. Für die brutale Attacke auf eine Frau in der Nord-City muss Claudiu T. ins Gefängnis. Die II. Strafkammer verurteilte den Rumänen am Donnerstag wegen versuchter sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis.

Am 10. Januar hatte er in der Rottstraße eine Passantin mit der Softair-Pistole bedroht. Er werde sie erschießen, wenn sie nicht mitkomme, sagte er zu ihr. Dann zerrte er sie in einen Hauseingang, schlug ihr ins Gesicht und würgte sie. Schließlich versuchte er, sie auszuziehen, doch das gelang ihm nicht. Denn mittlerweile erschien ein Nachbar in der Haustüre, den die lauten Hilferufe der Frau alarmiert hatten.

Anfangs hatte der Angeklagte noch behauptet, er sei über die Frau gestolpert und beide seien zu Boden gestürzt. Das hatte er aber schnell korrigiert und dem Gericht mitgeteilt, die Anklage stimme.

Richter Andreas Labentz hob hervor, wie heftig die Attacke war: „Er hat sie von hinten gewürgt, ihr die Softair-Pistole auf die Brust gesetzt.“ Mildernd wurde berücksichtigt, dass die Waffe ungeladen war.

Angeklagter heulte laut

Eine Rolle spielte in der Verhandlung auch die Schuldfähigkeit des Angeklagten. Er hatte rund zwei Promille Alkohol im Blut, aber das wurde nicht mildernd berücksichtigt. Denn das ganze Verhalten des Angeklagten während der Tat erschien dem Gericht sehr zielgerichtet: „Er war voll kontrolliert.“

Vorstrafen hat der Angeklagte, der in Deutschland bei seiner Schwester lebt, bisher nicht. Das Gericht hatte auch in seinem Heimatland nachgefragt, aber auch da war von früheren Straftaten nichts bekannt. Der Angeklagte hatte wohl auf eine Bewährungsstrafe gehofft und angekündigt, er werde Deutschland dann sofort verlassen und nach Rumänien zurückkehren. Doch jetzt muss er erst einmal im Gefängnis bleiben.

Richter Labentz sprach von einem relativ milden Urteil, weil sexuell zum Glück noch nichts passiert war. Der Angeklagte heulte laut während der Urteilsverkündung.

 
 

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