Zum Auftakt „Die Schöpfung“

Die Auswahl des Werkes darf man programmatisch verstehen: Haydns „Die Schöpfung“ steht auf dem Programm, wenn am Freitag, 22. Mai, 19 Uhr, im Chorforum Essen die Gründung der Stiftung Chorforum gefeiert wird. Für den künstlerischen Leiter Alexander Eberle ist die Stiftung ein großer Schritt hin zu mehr Planungssicherheit. Damit könne das Haus in Zukunft auch personell besser aufgestellt werden als bisher, freut sich Eberle. Namhafte Stifter von Evonik über die RAG-Stiftung bis zur Bank im Bistum Essen und engagierte Förderer wie Stefan Holthoff-Pförtner, Erhard Meyer-Galow oder Herbert Lütkestratkötter haben sich zusammengetan, um das Chorforum auf stabile finanzielle Fundamente zu stellen.

2010 wurde die Kirche St. Engelbert an der Fischerstraße mit Hilfe von Sponsoren in ein Haus der Chöre umgewandelt. Heute ist das Chorforum nicht nur Anlaufstelle für heimische Ensembles wie das Essener Jugendsymphonie-Orchester, für den traditionsreichen Philharmonische Chor oder ChorWerkRuhr. Das Haus bietet auch Platz für die Instrumentalförderung von Kindern und Sänger mieten Unterrichtsräume an. Getragen wird das Haus bislang allein durch private Fördermittel. Weitere Unterstützer seien willkommen, sagt Alexander Eberle, Chordirektor des Aalto-Theaters, der noch viele Pläne für das Chorforum hat wie eine Berufsakademie für Chorsänger. Die Neunutzung des alten Kirchgengebäudes als Haus der Musik gilt nicht nur Künstlern wie dem Essener Star-Tenor Torsten Kerl als vorbildlich. „Von solchen Initiativen bräuchten wir viel mehr“ sagt Kerl, der sich deshalb auch sofort bereit erklärt hat, das Stiftungs-Konzert mitzugestalten. Neben ihm werden renommierte Künstler wie die Sopranistin Maartje Rammeloo, der Hammerflügel-Experte Tobias Koch und der Philharmonische Chor Essen am 22. Mai mitwirken. Neben der „Schöpfung“ steht Beethovens „Phantasie für Klavier, Chor und Orchester op. 80“ auf dem Programm.

EURE FAVORITEN