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Zombiewalk Essen: Zombies können durch die Stadt ziehen – Essen Marketing meldet sich zu Wort

Essen. Fans des Zombiewalks in Essen werden die Entscheidung vergangenen Dienstag mit Spannung abgewartet haben: Findet der Zombiewalk Essen an Halloween nun statt oder nicht?

Um diese Frage stritten sich der Veranstalter des Zombiewalks und das Essen Marketing in den vergangenen Wochen.

Und nachdem es zunächst so aussah, als ob die Essen Marketing GmbH (EMG) als Gewinnerin aus dem Streit hervorgeht, sieht es nun anders aus.

Bereits in 2018 hatte es Streit gegeben. Grund und Auslöser dafür ist offiziell das Essen Light Festival. Die EMG hatte vergangenes und hat auch dieses Jahr die Sorge, dass sich die Besucher der kunstvollen Lichter von den gruseligen Zombies gestört fühlen könnten.

Polizei weiterhin gegen Zombiewalk Essen

Aus diesem Grund hatte der Veranstalter Dirk Bußler 2019 keine Veranstaltung bei der Stadt angemeldet, er sei davon ausgegangen, dass der Zombiewalk Essen eh abgelehnt würde. Stattdessen hatte er eine Protest-Demo unter dem Namen „Die Stadt gehört allen Bürgern“ angemeldet, welche die Polizei Essen zunächst allerdings ablehnte. Das Vorhaben sei nicht als Demo eingestuft worden, sondern als eine Ausweichveranstaltung. Daher blieb es bei einem Verbot.

Es sah am vergangenen Freitag so aus, als würde der 13. Zombiewalk in Essen nicht stattfinden. Doch dann kam alles anders!

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Denn den Ratsmitgliedern Daniel Kerekes (Die Linke) und Elke Zeeb (Die Grünen) ist das ganze Hin und Her einfach zu viel geworden. Sie meldeten am vergangenen Freitag die Demo an: „Die Stadt gehört uns allen“. So heißt die Demo an Halloween

Kein Start auf dem Willy-Brandt-Platz

Schließlich hat es vergangenen Dienstag grünes Licht für die Demo am Donnerstag gegeben. Zwar geht es nicht - wie ursprünglich geplant - am Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof los. Dafür startet der Zombiewalk aber am benachbarten Hirschlandplatz. Die Demo-Route weicht damit von der eigentlich vorgesehenen Strecke ab, dennoch dürften die Zombies aufatmen. Die Teilnehmer treffen sich um 16.30 Uhr und ziehen um 17 Uhr los.

Punkte entlang der Route sind:

  • III. Hagen
  • Vereinsstraße
  • Lindenallee
  • Kastanienallee zu einer Zwischenkundgebung am Pferdemarkt
  • Nördliche Innenstadt über die Viehofer Straße
  • Kreuzeskirchstraße (vorbei an Kreuzeskirche und Weberplatz)
  • Zurück über Kastanienallee
  • Lindenallee
  • Logenstraße
  • Salzmarkt
  • III. Hagen
  • Hirschlandplatz

Daniel Kerekes hatte betont: „Lieber Untote in der City, als eine untote Innenstadt!“. Denn die Polizei soll vorgeschlagen haben, den Demonstrationszug um die Innenstadt herum zu führen. Also nach der Zwischenkundgebung am Pferdemarkt über den Viehofer Platz, über die Schützenbahn am Gildehof vorbei zum Hauptbahnhof und von dort zurück zum Hirschlandplatz.

Kerekes sagt: „Wir wollen mit unserer Demonstration ein Zeichen setzen, dass wir mehr Mitspracherecht der Anwohner sowie aller Essener haben möchten, was die Veranstaltungsplanung und Gestaltung der City angeht. (…)“

Und auf dem Titelbild der Veranstaltung, die bei Facebook erstellt wurde, steht als Zusatz: „Zombies geschminkt und in voller Montur herzlich eingeladen.“ Zombiewalk in Essen unter diesem Motto?

Zombies ausdrücklich erwünscht

Mit dieser Demo wollen die Politiker ein Zeichen setzen für eine „bunte Innenstadt“, wie Kerekes selbst sagt. „Wir wollen eine Innenstadt, die anders ist, bunt, vielfältig und von Menschen mitorganisiert. Für uns gehören dazu Infostände, Marktstände, bunte Feste oder auch ein Zombiewalk.“

Die Linke betont nochmal, dass zu der Demo am Donnerstag selbstverständlich auch verkleidete Menschen kommen sollen, schließlich sei Halloween.

Essen Marketing GmbH (EMG) bezieht Stellung

Nach diesem langwierigen Hickhack, bei dem Essen Marketing wahrlich nicht gut weg kam, hat die GmbH nun Stellung bezogen. Man bedauere, „dass der Eindruck entstanden ist, dass sie den Zombiewalk in der Essener Innenstadt grundsätzlich ablehnt.“

Stattdessen sei es der EMG bei dem Streit darum gegangen, dass Zombiewalk-Veranstalter Dirk Bußler nicht wie in den vergangenen Jahren auf die EMG zugekommen sei, um Strecke und Startzeit abzusprechen. So hätten man einen Kompromiss finden können.

Da er aber gleich die Demo angemeldet habe, die den Willy-Brandt-Platz fürs Essener Light Festival laut EMG „nicht nutzbar“ gemacht hätte, seien Unstimmigkeiten entstanden.

Doch Dirk Bußler hatte die Ansicht, dass die EMG von vornherein nicht zu Gesprächen bereit gewesen wäre.

Findet der Zombiewalk 2020 reibungslos statt?

Nach dem ganzen Streit um den Zombiewalk wollen sich EMG und Bußler aber schon nächste Woche zusammensetzen, um zu besprechen, wie der Zombiewalk 2020 aussehen könnte und wie er mit dem Essen Light Festival unter einen Hut zu bekommen sei. Bleibt zu hofffen, dass es im nächsten Jahr reibungsloser über die Bühne geht. (fb/nk/lin)

 
 

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