Essen

ZDF: Nelson Müller testet Marken und No-Name-Produkte – ein Lieblingsprodukt vieler Kinder kommt dabei gar nicht gut weg

Sternekoch Nelson Müller hat für "ZDFzeit" zur Blindverkostung eingeladen.
Sternekoch Nelson Müller hat für "ZDFzeit" zur Blindverkostung eingeladen.
Foto: obs/ZDF/Frank Sorge

Essen. „No Name oder Marke“ - diese Frage stellte der Essener Starkoch Nelson Müller im ZDF.

Die Deutschen lieben Fertigprodukte wie Pizza, Tiefkühlgemüse und Fischstäbchen. Nelson Müller geht der Frage nach: was schneidet besser ab - No Name oder Markenprodukt?

ZDF: Nelson Müller testet Marken und No-Name-Produkte

Unterstützt wird Nelson Müller von 100 Probanden, die in einem großen Test Geschmacksunterschiede herausfinden sollen. Sie testen in Blindverkostungen, was besser schmeckt. Auf den Tisch kommt die Salami-Pizza von Wagner oder das Gemüse von Frosta.

Und auch eine Leibspeise vieler Kinder in Deutschland - Fischstäbchen. Hier testet der ZDF-Starkoch ein Schlemmerfilet von Iglo mit vier No Name-Produkten von Lidl, Aldi, Rewe und Edeka.

Und Müller macht den Test. Würden Kunden die Iglo-Fischstäbchen auch kaufen, wenn sie statt 2,89 plötzlich 4,89 Euro kosten würde? Dreiviertel der Befragten sagen: Ja! Die Werbestrategie von Iglo scheint also zu funktionieren.

„Ein nostalgisches Gefühl“, erklärt Prof. Carsten Baumgart, Marketing-Experte. „Da denk ich nicht über den Preis nach“, so der Experte.

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Doch das Iglo-Schlemmerfilet muss in Sachen Qualität, Preis, Inhaltsstoffe und Geschmack beweisen, warum es besser sein soll als die günstige Konkurrenz.

Drei Fischverkäufer testen die Fischfilets. Ihr Ergebnis: der Preisunterschied ist nicht gerechtfertigt. Damit wird Iglo-Marketing-Chef Philipp Kluck konfrontiert. Der sagt: „Die Iglo-Produkte machen eine Vielzahl an Dingen besser als die No-Name-Produkte. Wenn sie sich unser Bordelaise Classic angucken, dann hat das ein Fischanteil von über 70 Prozent. Und das ist nicht weniger als die Konkurrenz.“

Doof nur, dass die Konkurrenz sogar einen höheren Fischanteil vorzuweisen hat. Während Iglo 71 Prozent Fischanteil hat, haben die No Names 75 Prozent. Ups.

Da kommt der Iglo-Sprecher ins Schlingern. Nach etwas Zögern sagt er: „Die Frage ist ja, macht es das Produkt schlechter oder besser. Am Ende des Tages zählt ja das Gesamterlebnis“.

Richtig. Aber da gibt es noch ein Kritikpunkt: im Vergleich zu dem teuren Markenprodukt setzen die No Names auf kein Palmfett. Palmfett ist aus ökologischen Gründen in der Kritik, weil dafür der Regenwald abgeholzt wird.

„Am Ende des Tages muss es schmecken“

Was sagt Iglo dazu? Kluck: „Was Palmöl angeht, versuchen wir auf die bestmögliche Qualität zu setzen. Am Ende des Tages muss es schmecken. Wenn es schmeckt, sind wir zufrieden.“

Immerhin die Blindtester würdigen die Qualität: 56 Prozent der Tester sagen, dass ihnen das Filet besser geschmeckt hat. Ein Sieg, wenn auch knapp.

Doch wie sehr No Names und Markenprodukte längst miteinander verbunden sind, zeigt das Beispiel von Frosta. Beim Besuch im Frosta-Werk wird ein Geheimnis gelüftet: Hinter mehr als einem No-Name-Gemüse verbirgt sich der Markenhersteller. So produziert Frosta auch für Aldi, Rewe, Edeka oder Netto. (ms)

 
 

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