Wofür sich Peer Steinbrück in Essen bezahlen ließ

Für einen Vortrag bei der National-Bank in Essen im September hat Peer Steinbrück sich 15.000 Euro bezahlen lassen. Lobbyarbeit? Mitnichten, denn der Auftraggeber kam in Steinbrücks Rede nur am Rande vor. Der SPD-Kanzlerkandidat spulte routiniert sein Programm ab, wie man es aus Talkshows kennt.

Essen. Die Essener Philharmonie war mit 1800 Gästen nahezu ausgebucht, als Peer Steinbrück am 5. September 2011 beim Finanzforum der National-Bank über die Euro-Krise plauderte. Die guten Kunden, die das Essener Geldhaus eingeladen hatte, waren begeistert über die Thesen des SPD-Politikers und sparten nicht mit Beifall. Auf seiner am Montag veröffentlichten Liste taucht der Essener Termin unter der Rubrik „Stufe 3“ auf. Die National-Bank ließ sich den Promi-Besuch 15.000 Euro kosten.

Seinem Sponsor fühlte sich Steinbrück am Rednerpult aber nicht allzu stark verpflichtet. Mit einem ironischen Unterton erwähnte er am Anfang einmal, dass er bei der National-Bank zu Gast sei. Ansonsten spulte der SPD-Politiker weitgehend ohne Manuskript sein Programm ab, wie man es auch aus Talkshows und Interviews kennt.

„Griechenland ist pleite“, erklärte er und sprach sich gegen einen Austritt aus der Euro-Zone aus. In der anschließenden Diskussion musste sich Steinbrück am Ende auch noch unangenehme Fragen gefallen lassen. Zum Beispiel, warum er als Ministerpräsident so hohe Schulden für NRW angehäuft habe…

 
 

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