Wirtschaftsförderer-Chef macht sich für Nahverkehr stark

Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), betont die Bedeutung des Nahverkehrs.
Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), betont die Bedeutung des Nahverkehrs.
Foto: Essen
Dietmar Düdden, Chef der Essener Wirtschaftsförderung, sagt, dass Essen auf einen gut ausgebauten ÖPNV angewiesen ist.

Essen. Erst vor drei Monaten startete die Essener Verkehrsgesellschaft Evag eine große Image-Kampagne, die sich eigentlich in fünf Worten zusammenfassen lässt: Die Stadt braucht die Evag. 34 Millionen Mal bringe die Evag die Arbeitnehmer jährlich zu 12.600 Unternehmen in Essen. 3400 Essener Arbeitsplätze stehen mit der Evag unmittelbar in Verbindung. „Ohne Evag keine Großstadt“, lautet das Motto. Rückenwind bekommt die Verkehrsgesellschaft jetzt von Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderung (EWG).

Der erklärte in einem Interview für den Internetblog der Evag, dass die Stadt Essen als Zentrum eines der größten Ballungsräume Europas „hervorragend erreichbar“ sei. Und das auch wegen des Nahverkehrsangebotes. Essen sei, so Düdden, mit rund 325.000 Erwerbstätigen „der größte Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet“ – mit täglich 145.000 Einpendlern und 93.000 Auspendlern. Zwar scheint das Auto laut Dietmar Düdden immer noch das Verkehrsmittel Nummer 1 zu sein, er erkenne aber auch, dass immer mehr Menschen zunehmend auch andere Verkehrsmittel benutzen.

ÖPNV-Anbindung wichtig für Arbeitgeber

Nach Ansicht von Düdden biete sich mit dem Nahverkehrs- und Radwegenetz „eine kostengünstige und ressourcenschonende Alternative zum Auto“. Vor allem: Bei der Standortwahl würden sowohl große Konzerne als auch mittelständische Unternehmen einem „gut ausgebauten Nahverkehrsnetz“ große Bedeutung zumessen, betonte der Wirtschaftsförderer gegenüber der Verkehrsgesellschaft Evag.

Um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, sei die Anbindung des Unternehmenssitzes an den öffentlichen Personennahverkehr eine wichtige Komponente, sagte Düdden. Essen sei als „starker und attraktiver Wirtschaftsstandort“ auf einen gut ausgebauten ÖPNV angewiesen.

 
 

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